Sanierung des Sportplatzes rückt näher

Überraschende Wendung: Die Sanierung der zentralen Sportanlage in Kelberg kann wohl doch früher realisiert werden als bisher angenommen. Das Land will das 1,4-Millionen-Euro-Vorhaben in den Sportstätten-Förderplan 2010 aufnehmen.

Daun/Kelberg/Stadtkyll. Große Erwartungen hatten die Kelberger an die Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreises in Jünkerath nicht geknüpft, in der über die Sportstättenbau-Prioritätenliste für 2011 entschieden werden sollte. Das Kelberger Ausschussmitglied Kathi Mauren hatte beantragt, dass die Sanierung der Sportanlage in Kelberg auf den ersten Platz für die Prioritätenliste gesetzt werden soll, vor dem bisherigen "Spitzenreiter" Waldfreibad Stadtkyll. Die Liste ist von Bedeutung, denn nur ein Vorhaben, das auf dem ersten Platz steht, hat Aussicht auf Förderung durch das Land. Entgegen dem Vorschlag aus Kelberg war dem Ausschuss von der Kreisverwaltung empfohlen worden, die bisherige Reihenfolge fürs kommende Jahr beizubehalten.

ADD-Schreiben sorgt für Überraschung

 Bis mit der Sanierung des Freibads Stadtkyll (links) begonnen werden kann, wird es noch einige Zeit dauern. Dagegen könnte die Sportplatzsanierung in Kelberg schneller kommen als geplant. Das Vorhaben ist in den Sportstättenförderungsplan des Landes aufgenommen worden. TV-Archiv: Fotos: Fritz-Peter Linden (1), Helmut Gassen (1)

Bis mit der Sanierung des Freibads Stadtkyll (links) begonnen werden kann, wird es noch einige Zeit dauern. Dagegen könnte die Sportplatzsanierung in Kelberg schneller kommen als geplant. Das Vorhaben ist in den Sportstättenförderungsplan des Landes aufgenommen worden. TV-Archiv: Fotos: Fritz-Peter Linden (1), Helmut Gassen (1)



Aber kaum war der Tagesordnungspunkt aufgerufen, geschah Überraschendes. Berthold Schmitz, Dezernent der Kreisverwaltung, teilte mit, dass wenige Stunden vor der Sitzung ein Schreiben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier eingegangen sei. Inhalt: Die Sportplatzsanierung Kelberg wird als großes Projekt in den Sportstättenförderungs-Plan des Landes für 2010 aufgenommen. Auch das Freibad Stadtkyll steht auf der Liste.

Für dieses Vorhaben sind Planungskosten als kleines Projekt aufgenommen worden. Damit trägt das Land der Situation Rechnung, dass es mit der rund vier Millionen Euro teuren Sanierung des baufälligen und technisch veralteten VG-Freibads in Stadtkyll noch einige Jahre dauern könnte. Denn bei einem Ortstermin wurde festgestellt, dass Umkleide- und Restaurantgebäude nicht sanierungsfähig sind (der TV berichtete), was neue Planungen erforderlich macht.

Deutlich weiter ist Kelberg in der Planung, wie der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde (VG), Werner Rätz (CDU), berichtet: "Mit dem Bau könnte noch dieses Jahr begonnen werden." Auch er war überrascht worden von der neuen Situation. "Ich freue mich sehr über diese Entscheidung des Landes und danke dabei auch ausdrücklich dem Innenminister. Je schneller wir anfangen können, desto besser, denn es muss etwas getan werden."

Damit spielt Rätz auf den Zustand der mehr als 30 Jahre alten Sportanlage in Kelberg an. Das Umkleidegebäude ist stark renovierungsbedürftig, das Drainagesystem des Hartplatzes funktioniert nicht mehr richtig, und der Zaun müsste erneuert werden. Bei Kosten von rund 1,4 Millionen Euro braucht die VG jedoch Zuschüsse vom Land. VG und Ortsgemeinde Kelberg wollen einen gleich großen Betrag beisteuern, beteiligen will sich auch der Sportverein DJK Kelberg mit Eigenleistungen. Rätz kündigt an: "Wir werden so schnell wie möglich das sogenannte Finanzierungsgespräch mit dem Land führen." Die Sanierung des Stadtkyller Bads hat auch weiter höchste Priorität: Der Jugendhilfeausschuss beschloss, dass das Vorhaben auch für 2011 auf dem ersten Platz der Kreis-Liste steht. Damit ist auch Diane Schmitz, Bürgermeisterin der VG Obere Kyll, zufrieden: "Wenn das Freibad auch fürs kommende Jahr weiter oberste Priorität hat, können wir mit der nun gefundenen Lösung gut leben."

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