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Sanierung nicht mehr möglich

Sanierung nicht mehr möglich

DAUN-STEINBORN. Wegen Einsturzgefahr ist die Brücke auf der Kreisstraße 11 zwischen Daun-Steinborn und der Bundesstraße 421 seit Mittwoch gesperrt. Eine Sanierung des Bauwerks wird es nicht geben, und einen Neubau erst dann, wenn die umstrittene Ortsumgehung realisiert werden kann.

Dass die seit Mittwoch gesperrte Brücke auf der Kreisstraße 11 zwischen Daun-Steinborn und der Bundesstraße 421 (Richtung Antennenfeld der Bundeswehr) ihre besten Tage schon länger hinter sich hat, ist bekannt. Seit langem ist sie ohnehin nur beschränkt (Fahrzeuge bis drei Tonnen) befahrbar. Große Investitionen in eine Wiederherstellung der Befahrbarkeit wird es nicht geben: "Die Brücke ist nicht sanierbar", erklärte der Leiter des Landesbetriebs Straßen und Verkehr (LSV) Gerolstein, Harald Enders, auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds. Die Sperrung wurde verfügt, nachdem der "Brücken-Tüv", ein Team von Spezialisten vom LSV Rheinland-Pfalz, die Brücke begutachtet hatte. Sämtliche Brücken im Land werden in regelmäßigen Abständen (alle drei Jahre) intensiv untersucht, eine Besichtigung der Bauwerke nehmen die jeweils zuständigen Straßenmeistereien jährlich vor. Wenn die (umstrittene) Ortsumgehung Steinborn kommt, wird die marode Brücke nicht mehr gebraucht, denn es ist vorgesehen, eine neue zu bauen. "Wann das sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Aber der LSV und der Kreis werden das Planfeststellungsverfahren beschleunigen", teilte Enders mit. Für die Landwirte gibt es Möglichkeiten, die Sperrung zu umfahren, aber für Autofahrer, die aus Richtung Gerolstein/Kirchweiler kommen, bleibt derzeit nur die Möglichkeit, über Daun zur B 421 zu kommen. Denn auch das "Schlupfloch" über Waldkönigen ist zu: Die K 35 im Dauner Stadtteil ist wegen Sanierungsarbeiten gesperrt, laut Enders voraussichtlich bis Mitte August.