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Sanierungsstau bleibt vorerst bestehen

Sanierungsstau bleibt vorerst bestehen

Trotz hohen Sanierungsbedarfs steckt die Stadt Gerolstein im kommenden Jahr nur wenig Geld in den Rondell-Komplex, in dem auch die Stadthalle untergebracht ist. 20 000 Euro werden im Haushalt dafür veranschlagt.

Gerolstein. "Die Sanierung wird geschoben, das ist wirtschaftlich alles nicht darstellbar", sagte der Erste Stadtbeigeordnete Klaus Jansen bei der jüngsten Sitzung des städtischen Finanzausschusses. Schließlich stehen im kommenden Jahr mit dem Abriss der Drahtfabrik, dem Umbau des Bahnhofs und der Leichtathletikanlage am Sportplatz sowie der Renaturierung des Peschenbachs gleiche mehrere Großprojekte an, denen in der Stadt eine höhere Priorität beigemessen wird.
Für die Unterhaltung des Rondells sind im Etat 2017 gerade einmal 20 000 Euro eingestellt. 12 000 Euro davon sollen für eine neue Spülmaschine ausgegeben werden, da die bisherige Maschine kaputt ist. Bei Veranstaltungen ein "unhaltbarer Zustand", wie Jansen betonte.
In den vergangenen Jahren wurden neben der Beseitigung von Undichtigkeiten im Dach bereits folgende Investitionen in der Stadthalle getätigt: 2011 wurde eine neue Heizungsanlage und eine Blitzschutzanlage eingebaut, 2013 dann zusätzlich eine Rauch- und Wärmeabzugs-Anlage. Darüber hinauas hat die Stadt die Sicherheitsbeleuchtung erneuert.
Ein im Sommer von der Stadt in Auftrag gegebens Gutachten hat ergeben, dass im gesamten Komplex ein Sanierungsstau von rund 1,1 Millionen Euro herrscht. Größere Posten sind neues Parkett, eine neue Beleuchtung und eine Schallschutzdecke sowie neue Lüftungs-, Abwasser- und Wasseranlagen. mh