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Schalkenmehren hat jetzt wieder einen Dorfladen

Neuer Dorfladen : Tante Emma kehrt nach Schalkenmehren zurück

 In Schalkenmehren gibt es jetzt wieder einen Dorfladen. Nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kunstwerke werden angeboten.

Treffender als Udo Jürgens kann man das Flair eines „Tante Emma Ladens“ nicht beschreiben: „Wenn an der Tür die Glocke bimmelt, ist das beinah‘ schon Nostalgie“, heißt es in seinem gleichnamigen Song aus dem Jahr 1976. Nostalgie pur strahlt auch der Dorfladen in Schalkenmehren aus, den das Ehepaar Lisa Scheiner und Bernd Lenerz jetzt offiziell eröffnet haben.

Unmittelbar neben ihrem Café Maarblick in der Maarstraße, ehemals Steilen/Kirsten, liegt das Geschäft, das eine Rückschau in alte Zeiten bietet. „Die Einrichtung ist noch aus den 50er Jahren“, sagt Lisa Scheiner. „Dorfladen“ steht von der Straße aus gut sichtbar am Fenster und sobald man die Tür öffnet, geht es allein schon optisch in der Vergangenheit.

Nicht aber beim Angebot: das reicht von Mehl, Zucker, Salz, Gewüze, Süßigkeiten bis hin zum Toilettenpapier, eben alles zum täglichen Gebrauch, dazu regionale Produkte wie Honig aus der Eifel, Eifelschnaps, Moselwein, Kaffee aus Daun oder Marmelade und vieles mehr. Mittwochs wird frisches Bio-Obst geliefert, das in einer Kühltheke unterhalb des Tresens gelagert wird.

„Der Dorfladen ist ein Hobby und Sozialprojekt gleichermaßen“, erklärt Lisa Scheiner, deren Idee es war, das „Dorfleben mit diesem Laden zu bereichern“. Den Denkanstoß gab auch die Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“, bei der das Thema Dorfladen erörtert wurde, sagt die Chefin, denn „in einem Touristenort sollte es so was schon geben“, zumal es keinen anderen Lebensmittelladen im Drei-Maare-Dorf mehr gibt. Bereits in Nohn und Densborn haben sich ähnliche Konzepte bereits bewährt (siehe Info).

Das Thema Profit ist bei diesem Konzept zweitrangig. Ehrenamtliche aus dem Ort werden das Projekt tatkräftig unterstützen. Und ein Treffpunkt soll es „hoffentlich in naher Zukunft nach den Beschränkungen durch Corona“ auch werden, sagt Scheiner. Platz dafür ist da.

In einem großen Nebenraum mit Blick zum Maar lädt eine kleiner Tisch mit Stühlen, ebenfalls aus alten Zeiten, zum Gespräch ein. Aber das ist noch nicht alles. Wände und Regale sind bestückt mit Werken ortsansässiger Künstler. In wechselnden Ausstellungen bietet der Dorfladen also auch Fotografen, Töpfer, Holzschnitzkünstler, Maler und anderen Kunsthandwerkern eine Plattform, ihre Schöpfungen anzubieten.

Die Öffnungszeiten stehen noch nicht fest, „aber wir haben vor, fünf Tage in der Woche zu öffnen“, sagt Lisa Scheiner. Montags wird, wie auch im Café Maarblick, Ruhetag sein. „Wir hoffen, dass wir Erfolg haben werden“, sagt Bernd Lenerz, was nicht zu bezweifeln ist, denn schon beim TV-Termin kamen jede Menge Neugierige erfreut zum Stöbern.