Kirche Abschied nach 48 Jahren

Schalkenmehren · Marianne und Rudolf Scholzen haben sich als Küster fast ein halbes Jahrhundert um die Kirche in Schalkenmehren gekümmert.

Die Küster Richard und Marianne Scholzen sind in der Schalkenmehrener Kirche verabschiedet und geehrt worden.

Foto: TV/Bernd Schlimpen

(bs) Es begann am 1. Advent im Jahr 1969. Franz -Schmitz-Hermes kam als Mitglied des Kirchenvorstands mit dem Schlüssel der Schalkenmehrener Pfarrkirche zu Richard Scholzen mit der Bitte, für ein paar Tage das Amt des Küsters zu übernehmen – aus den paar Tagen sind 48 Jahre geworden!

Nun ist Richard Scholzen (85) mit seiner Frau, Küsterin Marianne Scholzen (79), verabschiedet und geehrt worden. Sie haben ihr Amt aus Altersgründen abgegeben. Die Hauptaufgaben der beiden bestanden darin,  Gottesdienste vorzubereiten, die Kirche zu reinigen, Priesterkleidung zu waschen sowie den Winterdienst zu übernehmen und oft in der Kapelle in Weinfeld zur Stelle zu sein.

1995 übernahm Scholzen auch für mehr als zwei Jahre den Küsterdienst in der Nachbarpfarrei Mehren. Das Küsterehepaar begegnete vielen Bischöfen, Pfarrern, Kaplänen oder Patern als Dienstherrn. Besonders lag ihnen am Herzen, dass sie  viele Menschen in Schalkenmehren und auch Mehren auf ihrem letzten Weg begleitet haben.

Beim Abschiedsgottesdienst verlas Diakon Bernhard Saxler ein Dank- und Ehrenschreiben des Bistums, in dem darauf hingewiesen wurde, dass der fast 50 Jahre währende Dienst von Richard und Marianne Scholzen mit für den Zusammenhalt in der Pfarrei gesorgt habe. Pastor Dieter Remy wünschte den Schalkenmehrenern weiterhin Gottes Segen und Gesundheit. Markus Schäfer, Vorsitzender des Kirchengemeinderates Schalkenmehren, ließ das „Küsterleben“ der aus dem Dienst scheidenden noch einmal Revue passieren, und von den Kirchenbesuchern erhielten die Geehrten als Dank mehrmals lautstarken Beifall. Zur Anerkennung gab es ein Blumengebinde und ein persönliches Dankesgeschenk, Scholzen sagte zum Ende seiner Amtszeit: „Wir haben alle Arbeiten sehr gerne erledigt, und die 48 Jahre sind sehr schnell vergangen.“