Schandfleck am Alten Markt verschwindet

Schandfleck am Alten Markt verschwindet

Beachtlicher Baufortschritt: Am Alten Markt in Gerolstein wird der Schandfleck Alte Feuerwache entkernt und zu einem Wohnhaus umgebaut, nebenan entsteht ein großer Neubaukomplex für die künftige eifelweite Caritas-Zentrale. Bislang sieht es so aus, als ob der Einzugstermin 1. Dezember eingehalten wird.

Gerolstein. (mh) Beinahe täglich verändert sich dieser Tage die Ansicht des Alten Markts in Gerolstein. Denn auf der Großbaustelle geht es zügig voran. Waren noch vor nicht allzu langer Zeit die Bauarbeiter dabei, den Rohbau hochzuziehen, so wurde jetzt schon das Dach abgedichtet, und drinnen wird bereits die Gas-, Wasser- und Elektroinstallation in Angriff genommen.

"Ja, es läuft. Bislang sieht alles danach aus, dass wir den Einzugstermin packen und der Caritas pünktlich zum 1. Dezember dieses Jahres die Schlüssel aushändigen werden", sagt Heinz Weber von der Gerolsteiner Firma Bautech, die Bauträger für das neue eifelweite Caritas-Domizil ist.

1,5 Millionen Euro fließen in das Areal



Natürlich spielt das gute Wetter mit, doch auch Glück ist im Spiel. Weber: "Pünktlich zum letzten Unwetter haben wir das Dach dicht bekommen. Das war eine absolute Punktlandung."

Der Neubau schlägt mit rund 750 000 Euro zu Buche, insgesamt investiert die Firma laut Weber rund 1,5 Millionen Euro in das Areal. Über 15 Jahre läuft der Mietvertrag mit der Caritas. Dennoch hat Weber vorgesorgt. Er sagt: "Selbst wenn die Caritas einmal ausziehen sollte, bauen wir so, dass ohne große Probleme dort eigenständige Wohnungen geschaffen werden können."

Webers Unternehmen Bautec lässt das 28 Meter lange, 11,50 Meter breite und dreigeschossige Gebäude (Erdgeschoss sowie erstes und zweites Obergeschoss) von der heimischen Baufirma Lames errichten. Darüber hinaus wird die Alte Feuerwache, die über Jahre leer stand und immer mehr zum Schandfleck verkam, komplett saniert. Dort entstehen vier Wohnungen.

Und rechts neben dem Caritas-Komplex lässt Weber noch ein mehrgeschossiges Wohnhaus errichten. Er sagt: "Es war stets geplant, einen geschlossenen Straßenzug herzustellen, denn die durchgehende Bebauung hat sich einfach angeboten. Für die Baulücke hätte sich ansonsten auch kaum ein Interessent gefunden."

Am 22. Februar wurde der Bauantrag für das Großprojekt gestellt und der Mietvertrag unterschrieben. Der Caritasverband wird den Neubau mieten und dort mit der Zentralverwaltung (zehn Mitarbeiter und Geschäftsführung) einziehen. Diese zehn Stellen werden von Bitburg nach Gerolstein verlagert.

Ursprünglich sollten 18 Wohnungen entstehen



Ursprünglich hatte Weber andere Pläne mit dem Areal, das er vor Jahren von der Stadt gekauft hatte: In einem Neubau sollten dort 18 seniorengerechte Wohnungen entstehen - mit Tiefgarage und Aufzug.

"Doch nachdem ich bereits die Baugenehmigung hatte und bereits einige Wohnungen verkauft waren, hat uns die Immobilienkrise 2003/04 einen Strich durch die Rechnung gemacht." Folge: Keine weiteren Wohnungen wurden verkauft.

Da laut Weber aber zehn Wohnungen hätten an den Mann gebracht werden müssen, damit die Finanzierung steht, wurde das Projekt abgeblasen. Vor anderthalb Jahren gab es dann die ersten Gespräche mit der Caritas. Rückblickend sagt Weber: "Das ist top. So brauchen wir beispielsweise nur einen Strom- und Gaszähler, ich habe nur einen Ansprechpartner, und in Gerolstein entstehen außerdem neue Arbeitsplätze.

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