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Schatzsuche ohne Schaufel und Spaten

Schatzsuche ohne Schaufel und Spaten

Geo-Caching nennt sich ein Freizeitvergnügen im Gelände für junge Menschen. Die moderne Schatzsuche oder Schnitzeljagd per GPS-Empfänger fasziniert immer mehr Urlauber. In der Vulkaneifel sollen spezielle Angebote für diese Zielgruppe entstehen.

Daun/Gunderath. Sie sind in Gruppen unterwegs, mit dem Rucksack, haben nicht immer einen Blick für die schöne Landschaft übrig und starren andauernd auf eine kleines Gerät, das ihre Wanderroute bestimmt. Wer solch eine Gruppe in der Natur sieht, der hat Geo-Cacher vor sich, die auf der Suche nach einem "Schatz" (Cache) oder auf einer Art Schnitzeljagd unterwegs sind. Einfaches Wandern im Urlaub, das ist nicht ihr Programm.

Die zumeist jungen Urlauber suchen das Abenteuer mit Hilfe eines GPS (Global-Positioning-System)-Empfängers, der ihnen den Weg zu bestimmten Punkten weist. An diesen Punkten wurden vorher in kleinen Kisten Dinge versteckt, Logbücher hineingelegt oder es gibt weitere Hinweise zum nächsten GPS-Punkt. Die Schatzsuche ohne Schaufel und Spaten ist aber auch die Chance, ein junges Gästepublikum zu in die Region zu ziehen und auf diese Weise auch eine Verbesserung für die Betriebe, die an den Wanderrouten liegen, zu erreichen.

Als Preis winkt ein Passwort für das Internet



Am Heilbachsee in Gunderath ist der Ferienpark Sunpark Eifel in Zusammenarbeit mit der Tourismus GmbH Oberes Elztal bereits 2009 auf den neuen Trend Geo-Caching aufgesprungen. Für die Gäste des Ferienpark ist der "Schatz vom Heilbachsee" auf einer Länge von acht Kilometern quer durch das Obere Elztal kreiert worden. Die Urlauber können sich das GPS-Gerät für zwei Euro pro Tag ausleihen und den Cache beziehungsweise den Schatz suchen. Gold und Edelsteine gibt es zwar nicht zu finden, sondern nur ein Geheimwort, die Login-Daten für das Internet und ein Gästebuch. Der Erfolg sei sehr groß, wie Boris Ege, Generalmanager des Ferienparks, sagt. "Daraus hat sich mittlerweile eine echte Fangemeinde gebildet. Gäste sowohl aus der Region als auch unsere Parkgäste nutzen dieses Angebot. Fast täglich sind alle oder ein Teil der entleihbaren Geräte im Umlauf, und die positiven Eintragungen im Gästebuch häufen sich."

Das freut auch Werner Ritter, Geschäftsführer der Touristik GmbH Oberes Elztal: "Sehr viele Schatzsucher sind unterwegs. Die meisten sind Gäste aus dem Sunpark Eifel, aber auch viele Einheimische aus der näheren Umgebung begeben sich auf die abenteuerliche Suche nach dem Schatz vom Heilbachsee."

Auch für die Ferienregion Daun ist Geo-Caching als zusätzliche Gästeanimation inzwischen ein Thema, aber es existiert in der Verbandsgemeinde Daun trotz des anhaltenden Trends bei jungen Menschen noch kein Angebot.

Jugendherberge hat Interesse am Angebot



"Die Tourist-Information Daun steht dieser neuen Angebotserweiterung positiv gegenüber. Wir haben bisher nur mit der Jugendherberge und am Rande noch mit einigen anderen Leistungsanbietern gesprochen, die Thematik wurde noch nicht näher erörtert. Die Jugendherberge hat Interesse signalisiert, möglicherweise passt dieses Angebot in ihr zukünftiges Konzept", sagt Michaela Schenk, stellvertretende Leiterin der Tourist-Information Daun. Die Touristikerin ist jedoch der Meinung, dass es in der Ferienregion Daun noch weitere mögliche Partner gibt, die dieses Thema aufgreifen könnten. "Wichtig ist hier, dass die Betriebe ihre Zielgruppen ganz klar definieren und dann entscheiden, ob dieser Angebotsbaustein in ihr Segment passt", sagt sie.