Schaulaufen für die alten Schätzchen

Schaulaufen für die alten Schätzchen

Fans historischer Fahrzeuge kommen in Hillesheim auf ihre Kosten. Aber nicht nur schauen ist angesagt.

Da werden viele Erinnerungen wach: Schmuckstücke und Arbeitstiere sind in Hillesheim zu sehen. Foto: Helmut Gassen (HG) ("TV-Upload Gassen"
Für besondere Fahrmanöver sorgt Paul Messerig aus Dreis-Brück mit seiner MZ Trophy. Foto: Helmut Gassen (HG) ("TV-Upload Gassen"

Hillesheim Edle Schmuckstücke und bullige Arbeitstiere: Sie sorgen für die Mischung, auf die sich Oldtimer-Fans bei ihrem Besuch in Hillesheim verlassen können. Und auch bei der 26. Auflage des Oldtimer- und Veteranentreffens und des 20. Nutzfahrzeugtreffens waren am Wochenende wieder viele besondere Schätzchen in Stahl, Blech, Lack und Chrom zu sehen.
Ob Fahrzeuge wie Mercedes 170, Opel Manta, Ford Capri, NSU TT, die Ente, Käfer, Ford Taunus und Opel Kadett oder dicke Arbeitsmaschinen von Scania, Büssing, Magirus bis Hanomag - sie alle haben den ganz besonderen nostalgischen Reiz. Aber nicht nur Schauen ist angesagt: Für die Besitzer alter Fahrzeuge ist der umfangreiche Teilemarkt in der Markthalle von besonderem Interesse.
Nur das Wetter ließ die Liebhaber der Schmuckstücke und Arbeitsmaschinen diesmal etwas im Stich, zeitweise regnete es besonders am Samstag stark. Darin sah Norbert Mauel, Pressewart der Oldtimer- und Veteranen-Interessengemeinschaft Hillesheim-Eifel, auch den Grund, dass diesmal weniger Oldtimerfreunde den Weg nach Hillesheim gefunden hatten. Zur Veranstaltung gehören traditionell auch die sogenannten "Sandkastenspiele" der alten Lastwagen im Steinbruch am Stadtrand. Der Betriebsunfall dort, bei dem im August ein Mann starb, hatte Auswirkungen auf die Sandkastenspiele. "Sicherheit hat absoluten Vorrang hier. Alle Zuschauer müssen hinter einer Linie bleiben und dürfen nicht zwischen den LKW herumlaufen", erklärte Willi Meyer von den Oldtimerfreunden.
Paul Messerig aus Dreis- Brück war mit seiner MZ Trophy nach Hillesheim gekommen und zeigte auf dem Marktplatz spektakuläre Fahrmanöver mit seinem Schätzchen. "Oldtimerfan bin ich seit frühester Jugend. Ich hatte schon einen Mustang, ein Miele- und Kreidler-Moped, den Kadett und Käfer. Jetzt habe ich nur noch zwei MZ und die behalte ich auch", sagt der 54-Jährige. Aus Koblenz waren Hans-Dieter Labonte und Bernd Dieter gekommen, um sich die vielen Oldtimer anzusehen. "Viele Autos sind unser Baujahr, da geht man hin, um sie sich anzuschauen und in Erinnerungen zu schwelgen", sagt Labonte.