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Schauriger Start, spaßige Fahrt

Schauriger Start, spaßige Fahrt

Gemeinsam mit rund 60 Radlern hat Wirtschafts- und Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) am Samstag den Kalkeifel-Radweg eröffnet, der den Kylltal- mit dem Ahr-Radweg verbindet und so Rundfahrten zwischen Mosel, Ahr, Rhein und eben durch die Eifel ermöglicht. Auch der Mineralquellen-Radweg wurde eröffnet.

Üxheim/Niederehe/Dockweiler. Wie aus dem Drehbuch: Wieder angekommen in Rheinland-Pfalz, wo an der Landesgrenze in Höhe der Burgruine Neublankenheim symbolisch das Band durchtrennt und somit der Kalkeifel-Radweg eröffnet wurde, hörte der Regen auf, und auf dem Festplatz in Niederehe wurde es sonnig und warm. Kommentar Hering: "Jetzt kann nichts mehr passieren, wir sind wieder in Rheinland-Pfalz." Dem konnten auch die NRW-Repräsentanten, Blankenheims Bürgermeister Rolf Hartmann und Manfred Poth vom Kreis Euskirchen, nichts entgegnen. Ansonsten herrschte aber auch bei ihnen Freude über den Lückenschluss, der knapp zehn Jahre gedauert und 950 000 Euro gekostet hat. Am Start in Ahrdorf (NRW) hatte ein heftiger Schauer den vielen Radfreunden, darunter die Ortsbürgermeister von Anliegergemeinden wie Alois Reinarz (Üxheim), Rudolf Raetz (Kerpen), Alfons Maas (Nohn), Udo Rätz (Niederehe) sowie Vertreter des Landesbetriebs Mobilität (LMB) Gerolstein und Repräsentanten aus Politik und Verwaltung, zugesetzt und die Eröffnung fast ins Wasser fallen lassen. Minister lässt sich von Schauer nicht erschüttern

Schauriger Start, spaßige Fahrt
 An der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – zwischen Ahütte und Ahrdorf – wurde der Kalkeifel-Radweg von Hendrik Hering (SPD; Dritter von links) eröffnet. Ebenfalls zur Schere griffen (von links): Manfred Poth, Vertreter der Kreises Euskirchen, Rolf Hartmann, Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim, Heike Bohn, Bürgermeisterin der VG Hillesheim, Alois Reinarz, Ortsbürgermeister von Üxheim, sowie Heinz Onnertz, Landrat des Vulkaneifelkreises.
An der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – zwischen Ahütte und Ahrdorf – wurde der Kalkeifel-Radweg von Hendrik Hering (SPD; Dritter von links) eröffnet. Ebenfalls zur Schere griffen (von links): Manfred Poth, Vertreter der Kreises Euskirchen, Rolf Hartmann, Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim, Heike Bohn, Bürgermeisterin der VG Hillesheim, Alois Reinarz, Ortsbürgermeister von Üxheim, sowie Heinz Onnertz, Landrat des Vulkaneifelkreises.
 In Dockweiler, wo der Mineralquellen-Radweg eröffnet wurde, griffen (von links) Ortsbürgermeister Bruno von Landenberg, Bürgermeister Werner Klöckner und Kreisbeigeordneter Frank Mörsch zur Schere. Foto: Siegfried Schüller
In Dockweiler, wo der Mineralquellen-Radweg eröffnet wurde, griffen (von links) Ortsbürgermeister Bruno von Landenberg, Bürgermeister Werner Klöckner und Kreisbeigeordneter Frank Mörsch zur Schere. Foto: Siegfried Schüller

Aber der Minister ließ sich nicht abschrecken, sondern streifte eine Regenjacke über, stieg auf den für ihn bereitgestellten "Eifel-Drahtesel", und los ging es. Anschließend machte die Delegation Halt auf der 48 Meter langen und rund 160 000 Euro teuren Aluminium-Brücke im Steinbruch in Ahütte, am Wasserfall bei Nohn sowie am Kalkofen bei Niederehe. Dort mündet der ebenfalls an diesem Tag offiziell eröffnete Mineralquellen-Radweg in die neue Radler-Trasse und bindet somit den beliebten Maare-Mosel-Radweg an die Ahr an - ein weiterer Lückenschluss. Und dort wartete bereits die Radler-Delegation aus Daun und Dockweiler, um sich der Truppe bis nach Niederehe anzuschließen, wo Dechant Bruno Comes den Radweg segnete. Hering bezeichnete den Radweg als "faszinierend, weil er familiengerecht ist und durch außerordentlich schöne Landschaft führt", hob dessen überregionale Bedeutung hervor und betonte besonders die Anstrengungen über Orts-, Kreis und Landesgrenzen hinweg. Im Hinblick auf die 650 000 Euro, mit der das Land den Radweg gefördert hat, meinte er: "Dort, wo eine Region aktiv ist, wird das Land auch weiterhin fördern." Hillesheims Bürgermeisterin Heike Bohn, die die komplette Strecke hin- und zurückgeradelt war, betonte, dass das Projekt 300 000 Euro günstiger als geplant wurde und meinte zufrieden: "Hier wurde mit relativ geringem Aufwand ein sehr hoher Verkehrswert geschaffen."