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Schicke alte Schätzchen

Schicke alte Schätzchen

Große Ehre für die Kreisstadt: Bei der diesjährigen internationalen Oldtimer-Rallye "Rheinland Classics" war Daun zugleich Start- und Zielort, und sogar eine Wertungsprüfung fand mitten in der Stadt statt. 75 Teams mit Fahrzeugen, die Automobilgeschichte geschrieben haben, beteiligten sich an der Veranstaltung, die rund 400 Kilometer durch die ganze Region führte.

Daun. Am Samstag wurde beim VulkanBike noch auf zwei Rädern um beste Zeiten gefahren, am Sonntag waren es dann die Oldtimer der internationalen Oldtimerrallye bei den "Rheinland Classics". Seit fünf Jahren wird die Veranstaltung nun durchgeführt. Bisher immer in Trier, doch bei der sechsten Auflage mussten die Veranstalter aufgrund von Platzproblemen in der Moselmetropole sich einen neuen Platz suchen. Und fanden ihn in Daun.

Zwei Tage war die Kreisstadt damit zum ersten Male Start, und Zielort der "Rheinland Classics". Von Daun aus ging es dann nach Ulmen zur Fahrzeugpräsentation auf dem Marktplatz, zum Nürburgring, um gemütlich zu essen, nach Gerolstein vor das Rondell und nach Hillesheim zum jährlichen Oldtimertreffen bei der Markthalle. "Viele Leute haben dort auf uns gewartet, das war schon ein Riesentreffen", erzählt Wolfgang Heinz, Rallyeleiter der "Rheinland Classics". Rallye-Moderator Klaus Lambert ist bei den Präsentationen etwas aufgefallen: "Wenn ich in die Gesichter, insbesondere der Männer gesehen habe, habe ich richtige Erinnerungen aufblitzen sehen", erzählt er.

Rund 400 Kilometer wurden so insgesamt zurückgelegt. Eine leichte Aufgabe für die Oldtimer vom Alfa Romeo Spider bis zum Jaguar XK 120 Vovo P 100 aus den Jahren 1950 bis 1980. "Die Streckenführung hier in der Region war sportlich anspruchsvoll, das haben alle Fahrer mir gesagt. Hier in Daun fühlen wir uns sehr wohl, dafür unseren Dank an die Stadt und Touristinformation", sagte Wolfgang Heinz. Doch eine Kaffeefahrt war die Rallye auch nicht für die Teilnehmer aus Deutschland, Holland, Belgien, der Schweiz, Dänemark und Österreich. Denn nach einem Bordbuch mussten sie verschiedene Aufgaben in einer sportlichen und touristischen Wertung erfüllen, und die letzte davon war der "Große Preis von Daun".

Nicht um schnelle Zeiten und hohe Geschwindigkeit ging es dabei, sondern eine Gleichmäßigkeitsprüfung gab es für die 73 Teilnehmer zu absolvieren. 40 Meter Strecke in genau acht Sekunden, das war die Aufgabenstellung.

Das hört sich leicht an, ist aber sehr schwer. Mit 420 PS so langsam auf den Punkt zu fahren, gar nicht so einfach. Dafür hatten die Teilnehmer verschiedene Taktiken: Die einen versuchten es in einem Tempo, die anderen tuckerten langsam aufs Ziel zu und gaben kurz davor noch einmal Gas.