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Schilderstelle der Westeifel Werke in Daun: Chance für Menschen mit Handicap, sich an Anforderungen des Arbeitsmarkts heranzutasten.

Arbeitsmarkt : Seit 20 Jahren prägend

Die Schilderstelle der Westeifel Werke bietet Menschen mit Handicap die Chance, sich an Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarkts heranzutasten.

(red) Seit 20 Jahren ist die Schilderstelle Bestandteil der Dauner Kreisverwaltung. Im Untergeschoss der Kreisverwaltung werden dort täglich viele Nummernschilder für Autos oder Spaßschilder angefertigt – und das mit einem ganz besonderen „Touch“.

In diesen Tagen feiert die Schilderstelle nun Jubiläum. Schon beim Betreten der Schilderstelle fallen einige Dinge ins Auge. Luftballons mit Autodruck und ein Korb mit Knetis sorgen für bunte Farbtupfer. Auf dem Tresen stehen die Namensschilder der Mitarbeiter. „Westeifel Werke“ ist dort aufgedruckt.

Ist das nicht die Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Gerolstein? „Wir sind ein Arbeitsbereich der Westeifel Werke“, erklärt Mitarbeiterin Ute Kolling aus der Schilderstelle.

„Wir arbeiten hier zusammen mit Menschen mit geistiger Behinderung.“ Im Laufe der Jahre haben hier schon einige Menschen mit geistiger Behinderung gearbeitet und Nummernschilder geprägt. Seit fast sechs Jahren ist Christopher Thielen dabei. „Am Anfang konnte ich mit den Zahlen nicht so gut umgehen“, erinnert er sich an seine Anfangszeit. „Dann haben wir das hier geübt, damit ich die richtigen Zahlen auf die Schilder mache. Nun komme ich damit gut klar.“

Geübt greift er ins Regal über der Prägemaschine und zieht zwei Zahlen sowie einige Buchstaben heraus.

Die Idee zur ersten Schilderstelle hatten die Westeifel Werke (WEW) vor über 20 Jahren.

„Unsere Mitarbeiter mit Handicap sollen sich in verschiedenen Arbeitsbereichen ausprobieren können, ganz nach ihren Neigungen und Fähigkeiten“, sagt WEW-Prokurist Jürgen Morbach. Er leitet das Geschäftsfeld Teilhabeleistungen Arbeit und ist zuständig für die Schilderstelle. „In der Schilderstelle haben sie die Chance, sich an die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarkts heranzutasten, können sich aber bei Bedarf immer wieder in die Werkstatt zurückziehen.“

Neben der Arbeit an der Prägemaschine wird Christopher Thielen auch in den Kundenservice und Verkaufsprozesse mit eingebunden.

Die Arbeit in der Schilderstelle macht ihm Spaß. „Aber in der Werkstatt in Gerolstein ist es auch schön“, stellt er klar. Den runden Geburtstag der Schilderstelle am 26. März hat er allerdings in Daun gefeiert.

Ute Kolling und er freuen sich über das Jubiläum, beweist es doch, wie gut die Schilderstelle mittlerweile verankert ist.