Schlüsselübergabe

Mit Sicherheit haben auch Sie mehrere Schlüssel an Ihrem Schlüsselbund, der ihnen Zugang zu diversen Räumen gewährt. Schlüssel ist aber nicht gleich Schlüssel! Zur besseren Orientierung sind sie oft farblich markiert, mit Anhänger gekennzeichnet oder ganz leicht in unterschiedliche Schlüsselgruppen aufzuteilen.

Denn ein Schlüsselbund kann auch ganz schön Gewicht und viel Verantwortung in sich tragen. Deshalb ist es eine echte Erleichterung, einen Teil des Schlüsselbundes auf Zeit oder endgültig abgeben zu können. Wer seinen Mitmenschen dienen und für sie da sein will, braucht auch Räume zur Begegnung und Mitarbeiter/innen, die diese nach Möglichkeit einladend und zielgruppengerecht gestalten, je nach Jahreszeit vorher aufheizen oder durchlüften.
In gutem und vertrautem Miteinander werden diesen engagierten Frauen und Männern, quasi als Anerkennung für ihre geschätzte Mitarbeit, Schlüssel zu treuen Diensten ausgehändigt. Wenn diese Schlüsselverwalter ihr Ehrenamt - oft nach jahrzehntelangem Einsatz - beenden, werden sie nicht selten gebeten, den ihnen anvertrauten Schlüssel in den Briefkasten der sozialen Einrichtung zu werfen. Schlüsselrückgabe mit Anerkennungscharakter oder gar eine Schlüsselübergabe an den/die Nachfolgerin in diesem Ehrenamt bleibt oft nur ein unerfüllter Wunsch. Die Abgabe des Schlüssels fällt Ehrenamtlichen besonders schwer, wenn kein Nachfolger für diesen Bereich der Freizeit und Zielgruppenarbeit in Sicht ist oder trotz zahlreicher persönlicher Anfragen gefunden werden konnte. Glücklich sind diejenigen, die ihre im Ehrenamt genutzten Schlüssel ihrer/ihrem Nachfolger/in in die Hand geben oder an die Leiter/in der Einrichtung zurückgeben können und in dieser Übergabe erfahren dürfen, dass man/ frau Interesse an der geleisteten Arbeit und den Erfahrungen aus diese n Begegnungsräumen hat.
Petra Schweisthal,
Pastoralreferentin im Dekanat
St. Willibrord Westeifel

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