Schluss mit Parkchaos vor Erlöserkirche

Schluss mit Parkchaos vor Erlöserkirche

Der Bauausschuss der Stadt Gerolstein hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, vor der Erlöserkirche eine etwa 70 Meter lange Parkzone auf dem halben Gehweg einzurichten. Damit soll das wilde Parken ein Ende haben.

Gerolstein. Die Stadt handelt: Nachdem bereits, wie Ordnungsamtsleiter Bernd Schmitz berichtete, "Mütter mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer auf die viel befahrene Sarresdorfer Straße ausweichen mussten und sich dabei großer Gefahr aussetzten, da der Gehweg komplett zugeparkt war", soll in dem Bereich vor dem Gotteshaus nun das Parken zugelassen und ordentlich geregelt werden. Schmitz: "Wir haben in den vergangenen Jahren häufig Verkehrsverstöße festgestellt und auch geahndet, aber die Gesamtsituation bleibt unbefriedigend." Daher hätten sich Vertreter des Ordnungsamtes, der Polizei und des Landesbetriebs Mobilität vor Ort getroffen, die Lage analysiert und einen Lösungsvorschlag erarbeitet (siehe Extra). Wichtig dabei ist laut Schmitz, dass auf dem Gehweg auch künftig weiterhin mindestens 1,50 Meter Platz für die Passanten ist - und somit Mütter mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer mühelos durchkommen. "Das ist an dieser Stelle gewährleistet, da der Gehweg dort sehr breit ist."
Im Bauausschuss stieß die Idee auf Zustimmung. So sagte Volker Simon (CDU): "Das Problem gibt es seit vielen Jahren. Vor allem an Sonn- und Feiertagen stehen dort bis zu 20 Fahrzeuge. Ich begrüße daher die Entscheidung."
Auch Heinz Weber (FWG) nannte den Vorstoß "einen guten Schritt", wenngleich es auf der anderen Straßenseite in etwa 50 Metern Entfernung viele Parkplätze gebe. Aber die würden an Sonn- und Feiertagen entweder aus Bequemlichkeit nicht genutzt oder seien unter der Woche zumeist von Berufsschülern zugeparkt. "Das ist auch ein Problem, das wir angehen müssen", meinte Weber.Extra

Der Lösungsvorschlag: Auf einem Streifen von rund 70 Metern wird vor der Erlöserkirche das Parken auf dem halben Gehweg erlaubt - und zwar kostenfrei mit Parkscheibe und maximal für zwei Stunden. Auf der gegenüberliegenden Seite wird, um den Verkehrsfluss auf der Sarresdorfer Straße nicht zu behindern, ein eingeschränktes Halteverbot eingerichtet. Ab wann die neue Regelung greift, ist noch unklar. Die Umsetzung liegt nun in Händen des Landesbetriebs Mobilität. Der übernimmt laut Ordnungsamtsleiter Bernd Schmitz auch sämtliche Kosten für Markierung und Beschilderung. mh