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Schnelle Datenleitung kommt bald

Schnelle Datenleitung kommt bald

Aufatmen in Kalenborn-Scheuern und Duppach: Dank einer neuen Technik können die Bürger bald per schneller Datenleitung ins Internet. Der Anbieter Eifel-Net verspricht, innerhalb von acht Monaten die Technik eingerichtet zu haben.

Kalenborn-Scheuern/Duppach. Ein Internetanschluss war für Gottfried Perings aus Kalenborn-Scheuern bisher nur ein Wunsch. "Wenn ich ins Internet wollte, musste ich zu meiner Tochter gehen", erzählt der Landwirt. Umso mehr freut er sich, dass Kalenborn-Scheuern und Duppach mithilfe einer neuen Technik schon bald mit einer schnellen Datenleitung (Breitband-DSL) versorgt werden. DSL (Digital Subscriber Line) steht für eine schnelle Datenverbindung, bei der Informationen mit einer hohen Übertragungsrate gesendet oder empfangen werden können. Für Landwirt Gottfried Perings steht schon jetzt fest, dass er dann von seinem bisherigen Telefon-Anbieter zu Eifel-Net wechselt, um endlich bequem das Internet zu nutzen.

Möglich wird das durch die Firma Eifel-Net, die innerhalb von acht Monaten für die Haushalte in den Ortsgemeinden Internetzugänge mit einer Übertragungsrate von 16 Mega-Bit pro Sekunde schaffen will.

Jugend und Gewerbetriebe sind angesprochen

 DSL-Anschlüsse können die Bürger in Duppach und Kalenborn-Scheuern in einigen Monaten nutzen. Foto: i-Stock
DSL-Anschlüsse können die Bürger in Duppach und Kalenborn-Scheuern in einigen Monaten nutzen. Foto: i-Stock



"Wir wollen etwas für die Jugend und die Gewerbetriebe tun", erklärt Gottfried Wawers, Ortsbürgermeister von Duppach. Bisher haben sich die Einwohner der beiden Dörfer wenn überhaupt nur im Schneckentempo durch die Daten-Autobahn bewegt. Um Gewerbebetriebe in den Ortsgemeinden zu halten oder anzuziehen, seien aber schnelle Internetverbindungen unabdingbar, meint Wawers. Auch vielen Bauherren in den Neubaugebieten sei die Anbindung ans weltweite Netz fast wichtiger als die Versorgung mit Strom und Wasser, mutmaßt er.

Bisher blieb vielen Haushalten in den beiden Ortsgemeinden der Anschluss ans weltweite Netz verwehrt, weil notwendige Kupferleitungen fehlten. Um mehr Einwohner in Duppach und Kalenborn-Scheuern mit Internetzugängen zu versorgen, rüstet die Firma Eifel-Net die in den Orten vorhandenen grauen Technikkästen der Telekom mit ihrer Technik auf.

Die künftige Versorgung mit Breitband-DSL wurde möglich, weil das Land die Investition von 108 500 Euro zu 90 Prozent fördert. Die restlichen Kosten übernehmen anteilig die Ortsgemeinden. Lothar Streicher, Ortsbürgermeister von Kalenborn-Scheuern, ist sich sicher, dass sich die Kosten lohnen. "Über die Hälfte in unserem Ort ist unterversorgt. Da wird es höchste Zeit." Extra Das Land stellt bis 2012 bis zu zehn Millionen Euro für den Ausbau der Breitbandversorgung im ländlichen Raum bereit. 2010 wurde die Förderung auf 90 Prozent angehoben. 40 der 109 Orte haben bereits Bedarf angemeldet. Im ersten Schritt wird der Bedarf im Dorf abgefragt, dann muss das Interesse bekundet werden. Erst dann kann im dritten Schritt die Ausschreibung laufen, worauf sich Breitband Anbieter melden können. Mehr Informationen gibt es bei Peter Klas, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel, 06592/93305 oder peter.klas@vulkaneifel.de oder breitband-initiative-rlp.de.