Schnelles Internet, lebendige Dörfer, viele Gäste
Ulmen/Wittlich · 150 Bürger aus dem Gebiet zwischen Traben-Trarbach, Cochem, Wittlich, Daun, Gerolstein und Hillesheim haben Ideen eingebracht, mit welchen Projekten die Region vorangebracht werden soll. Als Stichworte fielen Gesundheitsversorgung, Internetanbindung und eine starke Wirtschaft. Ziel ist es, möglichst viele Projekte über das europäische Leader-Förderprogramm 2014 bis 2020 umzusetzen.
Ulmen/Wittlich. Rund 150 Bürger aus dem gesamten Leader-Gebiet sind nach Ulmen gekommen, um ihre Ideen für die Region einzubringen. Der Einladung von Landrat Heinz-Peter Thiel folgten junge Menschen, Familien, Senioren, Unternehmer und Vertreter unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche, öffentliche und private Institutionen, Initiativen und Vereine.
Mit einem Rückblick auf die jüngste Leader-Förderperiode (2007 bis 2013) startete die Veranstaltung. Dabei wurden rund 70 Projekte mit Fördermitteln in Höhe von fünf Millionen Euro angestoßen und umgesetzt. Sie lösten ein Investitionsvolumen von 11,5 Millionen Euro aus.
Einbindung der Jugend
Irmgard Frein-Oyen berichtete über das Leader-Projekt Dauner Maarlandschaft, und Alois Meyer, Ortsbürgermeister von Klausen, über die Einrichtung von Pilgerzimmern in einer ehemaligen Gaststätte im Wallfahrtsort Klausen. Ihre Einschätzung: Beides wäre ohne die Leader-Förderung nicht zu realisieren gewesen.
"Sie haben einen sehr guten Grundstock geschaffen, der weiter bearbeitet werden sollte. Ihre Region wird von außen weitaus besser wahrgenommen, als sie als Bürger der Vulkaneifel dies glauben", sagte Professor Peter Jahnen vom beauftragten Büro HJPplaner aus Aachen. Und er fügte hinzu: "Mit Leader haben Sie die Chance, Ihre Region weiter nach vorne zu bringen."
Auch die Bürger meldeten sich zu Wort. "Ihre Region war Vorbild für uns, und wir sind froh, in der zukünftigen Leader-Region Vulkaneifel mit dabei sein zu dürfen", so Hans-Werner Junglas, Ortsbürgermeister von Greimersburg.
Gemeinsam mit den 150 Teilnehmern wurden erste gemeinsame Ideen für die Zukunft erarbeitet. So ist es ein Anliegen, die Gesundheitsversorgung und den Tourismus weiter voranzubringen sowie eine zukunftsfähige Wirtschaftsregion zu etablieren. Hierzu fielen Schlagworte wie Breitband, Mobilität oder aber erneuerbare Energien. Die Dorfentwicklung unter den sich verändernden Bedingungen des demographischen Wandels war ein weiteres großes Thema, das die Bürger beschäftigt. Ganz wichtig war dabei den Anwesenden die Einbindung der Jugend.
Landrat Heinz-Peter Thiel führte aus, das Ziel der neuen Leader-Bewerbung sei, mit frischem Wind die bisherigen Ergebnisse weiterzuentwickeln." Er sagte: "Die Vulkaneifel ist eine starke Region mit sehr viel Potenzial. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich auch zukünftig so aktiv beteiligen und ihre Ideen für die Fortentwicklung unserer Region mit einbringen."
Wie geht es nun weiter? Geplant sind zwei weitere Bürgerworkshops zu den von den Bürgern erarbeiteten Handlungsfeldern. Darüber hinaus ein separater Workshop, in dem die Jugendlichen zu Wort kommen sollen, sowie ein eigener Workshop für Unternehmer.
Die Ergebnisse aus diesen Veranstaltungen bilden die Grundlage für das lokale integrierte ländliche Entwicklungskonzept, das Voraussetzung für die erfolgreiche Leader-Bewerbung ist. red
Weitere Informationen auf <%LINK auto="true" href="http://www.leader-vulkaneifel.de" class="more" text="www.leader-vulkaneifel.de"%> oder bei LAG-Manager Alfred Bauer unter Telefon 06592/933201 oder an alfred.bauer@vulkaneifel.de.
Extra
Leader ist der Name eines Förderprogramms der Europäischen Union. Seit 1991 werden innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Vor Ort erarbeiten Lokale Aktionsgruppen (LAG) Konzepte für die Entwicklung in der Region. Ziel ist es, die ländlichen Regionen bei einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen. Der Landkreis Vulkaneifel, der Landkreis Bernkastel-Wittlich mit Gebietsteilen aus den Verbandsgemeinden Wittlich-Land und Traben-Trarbach sowie der Landkreis Cochem-Zell mit den Verbandsgemeinden Kaisersesch und Ulmen sowie einigen Orten aus der Verbandsgemeinde Cochem bewerben sich gemeinsam um die Förderung. Unterstützt werden sie dabei von der Arbeitsgemeinschaft HJPplaner und COMPASS GmbH aus den Bereichen Regional- und Tourismusentwicklung. red