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Kommunalpolitik: Schritt für Schritt: Kelberg nimmt Freibad-Sanierung in Angriff

Kommunalpolitik : Schritt für Schritt: Kelberg nimmt Freibad-Sanierung in Angriff

Das gut 50 Jahre alte Freibad in Kelberg ist in die Jahre gekommen, an einer Modernisierung führt kein Weg mehr vorbei. Die Planung läuft, was genau das Vorhaben kosten wird, steht noch nicht fest.

Der Jahrhundert-Sommer 2018 hat den Kommunen, die ein Freibad unterhalten, richtig Freude bereitet. Rekord-Besucherzahlen werden aus vielen Orten gemeldet, entsprechend viel höher fallen natürlich auch die Einnahmen aus. Im Freibad in Kelberg wurden rund 16 000 Besucher gezählt, im vergangenen Jahr waren es gut 11 600. 22 775 Euro flossen in die Kasse, gut 7000 mehr als 2017.

Aber bei praktisch allen anderen Freibädern tut sich eine große Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben auf. So beläuft sich der durchschnittliche jährliche Aufwand für den Betrieb der Freizeiteinrichtung in Kelberg nach Mitteilung der Verbandsgemeinde-Verwaltung auf 130 000 Euro.

Aber die VG leistet sich das Bad gern, hat es doch laut Bürgermeister Johannes Saxler „herausragende Bedeutung“, nicht nur für Kelberg, sondern weit darüber hinaus. „Es ist ein Freibad für die ganze Region, nachdem das in Adenau geschlossen wurde. Von dort kommen viele Besucher, der Zuspruch hat zugenommen. Das Vorhandensein des Bads ist berechtigt“, stellt der Verwaltungschef fest.

Deshalb nimmt die VG nun auch die fällige Sanierung in Angriff. Denn das Bad befindet sich laut VG-Verwaltung „insgesamt in einem desolaten Zustand“. Neben der Bädertechnik und dem Mehrzweck- und Kinderbecken seien auch die Sanitäranlagen – einschließlich Kiosk und Umkleidekabinen – dringend sanierungsbedürftig. Die Planungen sind bereits im vergangenen Jahr angelaufen, damit beauftragt worden ist ein Büro aus Mayen.

„Die Sanierung wird drei Module umfassen“, kündigt Saxler an: Technik (Heizung und Wasseraufbereitung), die beiden Becken, die Gebäude. Und was wird die Sanierung kosten? „Das lässt sich noch nicht genau beziffern. Wir wollen jetzt nicht zu hohe oder zu niedrige Summen in die Welt setzen, sondern erst mal gefestigte Zahlen bekommen“, sagt der Bürgermeister. 1,5 Millionen Euro stehen jedenfalls schon mal im Haushalt 2019. „Damit sind wird handlungsfähig, wenn beispielsweise, so ist meine vorsichtige Hoffnung, nach der Badesaison 2019 schon erste Arbeiten gemacht werden können.“ Die Planung soll laut Saxler im Frühjahr stehen. Finanzielle Unterstützung erhofft sich die VG vom Land, aber neben dessen  Sportanlagenförderung besteht auch die Möglichkeit, über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ Geld zu beantragen. Der Bund hat 200 Millionen Euro zur Sanierung von Projekten bereitgestellt, der Antrag aus Kelberg liegt mittlerweile in Berlin vor.

„Inwiefern die Sanierung des Freibads als förderwürdiges Projekt im Rahmen des Bundesprogramms ausgewählt wird, bleibt abzuwarten“, heißt es aus dem Kelberger Rathaus. Es heißt nun also Daumen drücken – für gute Nachrichten aus Berlin.