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Schüler und Auszubildende in Gerolstein pflanzen Bäume für Zukunftswald

Aus dem Archiv (Dezember 2015) : Schüler und Auszubildende in Gerolstein pflanzen Bäume für Zukunftswald

Gesunder Wald für gesundes Wasser: Der Gerolsteiner Brunnen engagiert sich gemeinsam mit Landesforsten Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren für das Projekt "Gerolsteiner Zukunftswald".

Gerolsteiner Grundschüler, Auszubildende der Westeifel Werke und Mitarbeiter des Brunnens haben zum Auftakt der Aktion "Gesunder Waldfür gesundes Wasser" im Staatsforst nahe Mürlenbach Zukunftsbäume gepflanzt.
Bei der Aktion vermittelten die Förster die Bedeutung des Waldes für eine intakte Umwelt: "Wälder dienen als Reinigungsfilter bei der Neubildung von hochwertigem Grundwasser. Mit rund 70 Prozent des bundesweit gewonnenen Trinkwassers sind sie größter Süßwasserspeicher in Deutschland", erläuterte Forstamtsleiter Wolfgang Witzel. "Gleichzeitig wirken Wälder dem Klimawandel entgegen, weil das Holz der Bäume große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid bindet."Edelkastanie statt Fichten


"Mineralwasser ist ein Naturprodukt, das auf eine intakte Umwelt angewiesen ist. Für uns ist es daher wichtig, unsere natürlichen Ressourcen zu schützen", sagt Ulrich Rust, Geschäftsführer Technik und Logistik sowie verantwortlich für Nachhaltigkeit beim Gerolsteiner Brunnen. "Das Engagement für klimastabile Wälder in der Region schützt nicht nur die Umwelt, sondern sichert auch gleichzeitig die Wasserqualität."
"Aktuelle Klimaprojektionen gehen für die Eifel von einem Temperaturanstieg von 2,6 bis 4,4 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 aus. Gleichzeitig ist mit häufigeren Extremwetterereignissen wie Sturm, Hitze und Trockenheit und einem höheren Schädlingsrisiko zu rechnen", sagt Ulrich Matthes vom Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen. "Noch vorhandene reine Fichtenwälder werden da zunehmend an ihre Grenzen stoßen" prognostiziert der Forstwissenschaftler.4300 Setzlinge


Ziel ist es deshalb, solche labilen Wälder durch Einbringen von klimastabilen Baumarten in zukunftssichere Mischwälder zu überführen. Diese kommen heute schon auf 82 Prozent der rheinland-pfälzischen Waldfläche vor. "Die Wälder fit für den Klimawandel zu machen und damit ihre vielfältigen Wirkungen auch für kommende Generationen zu erhalten, ist eine große Herausforderung für uns Forstleute", sagt Gregor Nassen aus der Kommunikationsabteilung der Landesforsten Rheinland-Pfalz.
In den kommenden Jahren werden im Rahmen des Projektes Gerolsteiner Zukunftswald durch Sturm und Schädlinge freigewordene Waldflächen durch gezielte Pflanzungen von Edelkastanien-, Buchen- oder Weißtannensetzlingen aufgeforstet. Mit der Unterstützung werden in diesem Jahr auf der etwa fünf Hektar großen Waldfläche nahe Mürlenbach rund 4300 Setzlinge gepflanzt und begleitet. Schon 2013 forstete das Unternehmen gemeinsam mit Landesforsten eine von Sturm Xynthia zerstörte Waldfläche bei Gerolstein-Müllenborn mit auf. red
Weitere Informationen zum Projekt Gerolsteiner Zukunftswald unter www.gerolsteiner-zukunftswald.de