Schule Wallenborn rüstet sich für zwei Kombiklassen

Schule Wallenborn rüstet sich für zwei Kombiklassen

Nach längerer Diskussion und einer Reduzierung der Kosten steht fest: Die Verbandsgemeinde Daun steht zur Grundschule für den Hinterbüsch und lässt sie umbauen.

Wallenborn/Daun. Der Verbandsgemeinderat Daun lässt seinen Worten Taten folgen: Im vergangenen Jahr hatte er sich grundsätzlich dafür entschieden, den Schulstandort Wallenborn zu erhalten. Aber mit diesem Bekenntnis allein war es nicht getan. Denn wenn dort auf längere Sicht die Kinder aus dem Hinterbüsch (siehe Extra) unterrichtet werden sollen, muss in das bestehende Gebäude investiert werden.
Das hat nun der Haupt- und Finanzausschuss der VG einstimmig beschlossen und es sich dabei nicht einfach gemacht: Entschieden wurde nach langen Diskussionen und hartem Ringen um die Kosten. Denn vom Bekenntnis, Wallenborn als Schulstandort zu halten, bis zur Entscheidung, die Schule umzubauen und zu erweitern, hat sich einiges getan.
Lange war man in VG-Verwaltung und -rat davon ausgegangen, dass das Land sich am Bauprojekt mit einem Zuschuss von 70 Prozent beteiligt. Bei Investitionskosten von rund 530 000 Euro hätte die VG einen Eigenanteil von rund 160 000 Euro aufbringen müssen. Eine aus Sicht der Ratsfraktionen überschaubare Summe. Deshalb gab es darüber auch keine große Diskussion.
Das änderte sich allerdings, als die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eine deutlich niedrigere finanzielle Unterstützung in Aussicht stellte.
Verzicht auf größeren Pausenhof


Eine Entscheidung mit Folgen für die VG: Sie muss sich stärker selbst beteiligen. In der ursprünglichen Rechnung (basierend auf der Gesamtsumme von 530 000 Euro) wären es 409 000 Euro gewesen. Eine Summe, die den Ausschussmitgliedern zunächst eindeutig zu hoch war. Deshalb wurde eine deutliche Reduzierung in Auftrag gegeben. Die wurde erreicht, unter anderem durch den Verzicht auf die Erweiterung des Pausenhofs.
Die neue Berechnung liegt nun vor: Die Gesamtbaukosten sind auf 411 000 Euro und der VG-Eigenanteil auf 310 000 Euro reduziert worden. Eine Summe, die nicht einfach "durchgewinkt", aber nach längerer Diskussion dann doch einstimmig beschlossen wurde. Das ausschlaggebende Argument: Der Verzicht auf einen Ausbau hätte zwar die Kosten gedrückt, aber daran gehe kein Weg vorbei, erklärte Planer Dieter Lenartz (Hillesheim): "Auf einen neuen Sanitärbereich kann nicht verzichtet werden, und der ist nur in einem Anbau möglich."
Die Erweiterung ist erforderlich, weil voraussichtlich ab dem Schuljahr 2012/2013 alle Kinder in Wallenborn unterrichtet werden und das Gebäude in Salm geschlossen wird. Bei der Ausbauplanung werden auch Wünsche der Eltern berücksichtigt. So entstehen beispielsweise zwei sogenannte Differenzierungsräume. Die Aufträge für Umbau und Erweiterung des Wallenborner Schulgebäudes werden Ende 2011, Anfang 2012 ausgeschrieben. Baubeginn ist dann so früh wie möglich im kommenden Jahr.
Aber nicht nur baulich tut sich im kommenden Jahr etwas in Wallenborn: Im nächsten Schuljahr wird es eine Nachmittagsbetreuung geben. Seit 1978 gibt es die Grundschule Wallenborn-Salm. Derzeit unterrichten an den beiden Standorten sechs Lehrer die vier Klassen der Schule, in die 48 Kinder gehen. Die Erst- und Zweitklässler sind im Gebäude in Wallenborn untergebracht, Dritt- und Viertklässler in Salm. Ab dem Schuljahr 2012/2013 werden alle Schüler voraussichtlich in zwei Kombiklassen (1./2. und 3./4. Schuljahr) in Wallenborn unterrichtet. Zum Einzugsbereich der Schule gehören Wallenborn, Weidenbach, Meisburg und Deudesfeld in der Verbandsgemeinde (VG) Daun sowie Salm in der VG Gerolstein.

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