Schwar(t)z siegt souverän

Schwar(t)z siegt souverän

GEROLSTEIN. Sieg im ersten Durchgang: CDU-Kandidat Karl-Heinz Schwartz (54) tritt die Nachfolge von Georg Linnerth (SPD) an und wird für die nächsten fünf Jahre neuer Stadtbürgermeister von Gerolstein. Er setzte sich mit 64,1 Prozent der Stimmen erwartungsgemäß deutlich gegen seine Mitbewerber Ewald Wollwert (19,8 Prozent) und Markus Liske (16,1 Prozent) durch.

18.59 Uhr im Rathaus Gerolstein: CDU-Kandidat Karl-Heinz Schwartz und seine Frau Gisela betreten den Sitzungssaal, in dem die Wahlergebnisse auf einer Leinwand präsentiert werden. Beide werden spontan und mit Handschlag von Amtsinhaber Georg Linnerth (SPD) begrüßt - mit den Worten: "Herzlichen Glückwunsch, auch an Sie, Frau Bürgermeister." Da waren zwar noch nicht alle, aber zumindest zwei der drei Gerolsteiner Wahlbezirke und einige Stadtteile ausgezählt. Schwartz hat zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Drittel der Stimmen auf sich vereinigt. Am Ende sind es 64,1 Prozent - Sieg im ersten Durchgang. Schwartz meint schelmisch: "Na, dann sollte doch jetzt mit dem Auszählen aufgehört werden." Ein Witz als Ablenkung von der Nervosität. Doch auch die legt er nun so langsam ab und zieht eine erste Bilanz: "Ich bin seit jeher vom Sieg im ersten Durchgang ausgegangen. Ich war mir nach den Besuchen in den Stadtteilen noch sicherer, bin nun aber doch überrascht, dass es so deutlich wurde." Immer wieder piepst sein Handy, Schwartz telefoniert oder liest Textnachrichten: Um 19.30 Uhr sind es bereits zwei Dutzend Glückwunsch-SMS, die ihn erreichen. Als dann auch noch ein Kuchen von einer Verwandten für ihn im Rathaus abgegeben wird, ist ihm klar: Nun ist er dort, wo er nach seinen "politischen Lehrjahren" hin wollte: an der Spitze der Stadt Gerolstein, seiner Heimat, die er nach eigenen Worten "liebt" und der er nun "vieles von dem, was sie mir gegeben hat, zurückgeben möchte". Der Chef der Burgschauspieler formuliert das auch so: "Jetzt kann ich am Drehbuch mitschreiben." Mitbewerber Ewald Wollwert (65) von der Wählergruppe Möller sagt zu seiner deutlichen Niederlage im Kampf um die Stadtspitze: "Ein eindeutiger Wahlsieg für den CDU-Kandidaten. Da kann man nur gratulieren. Es ist mir nicht gelungen, meine Sachthemen in der mir zur Verfügung stehenden Zeit den Bürgern nahe zu bringen." Kontrahent Markus Liske hingegen ist froh gestimmt. Er sagt: "Mein Ergebnis ist doch recht gut. 16 Prozent für einen Neuling können sich meines Erachtens nach sehen lassen. Die Kandidatur hat sich gelohnt."