Schwarz-gelb ist auch bei den Jecken spitze

Schwarz-gelb ist auch bei den Jecken spitze

Volles Haus, flottes Programm: Beim "Lachenden Rondell", der Sitzung der Gerolsteiner Burgnarren, sind die gut 500 Gäste bestens unterhalten worden.

Gerolstein. Schwarz-gelb ist derzeit in der Fußball-Bundesliga das Maß aller Dinge. Beim Karneval im Landkreis Vulkaneifel ist das ähnlich. Was die Gerolsteiner Burgnarren, traditionell schwarz-gelb gewandet, bei ihrer großen Prunksitzung "Lachendes Rondell" am Samstagabend auf die Bühne gestellt haben, war wieder einmal beachtlich. Vor allem die annähernd 60 Mädels zählenden Garden - ob die kleine, die mittlere oder eben die große, - haben ihre anspruchsvollen Tänze mit großer Dynamik, Eleganz und gekonnter Choreografie aufs Parkett gelegt. Dafür haben sie und ihre Trainerinnen Heike Lender und Judith Kuhl verdienten Applaus eingestrichen.

Sitzungspräsident Thomas Krämer schwärmte: "Ein Traum in schwarz-gelb." Überhaupt waren die Tänze allesamt sehenswert: Da ging es mal frivol zu ("Becks-Bier-Boys"), mal elegant ("X-Dreams"), mal rustikal-akrobatisch ("Nohner Labbesse").

Und auch das ein oder andere rustikale Wort war zu vernehmen. Angesichts der Vorkommnisse des vergangenen Jahrs mit Bürgermeister-Rücktritt, Neuwahl, Kindergarten-Dilemma und, und, und hatten die Büttenredner auch wahrlich genug Stoff, um aus den Vollen zu schöpfen. Und das taten "Jupp und Jääp" (Jacob Conen und Hermann-Josef Brauns), die seit mehr als einem Vierteljahrhundert in die Bütt gehen, auch. Als Steinzeitmenschen, die von ihrer Ruhestätte im historischen Wasserturm aufgeschreckt wurden, beleuchteten sie das Stadtgeschehen. Und was sahen sie? Ex-Stadtbürgermeister Karl-Heinz Schwartz ("ein liebenswerter sturer Bock") mal nicht, denn der gilt nach seinem Abgang weiterhin als verschollen. Das haben auch "Hän und Hät" (Erik und Manuela Crump mit Redenschreiber Ernst Krämer) beklagt.

Gerolstein freut sich: Der May ist gekommen



Dafür ist aber der May gekommen. Der hat zwar - mit anderen - den Wöllersberg plattgemacht, ist für das Steinzeit-Duo dennoch ein "Bürgermeister mit Pfiff, denn er hat die Finanzen im Griff". Fragt sich nur, weshalb die Neandertaler gerade bei dieser Zeile einen Lachkrampf bekommen haben. Mit einer anderen Idee aber haben sie es durchaus ernst gemeint: Gemäß dem Stuttgarter Beispiel sollte die Kreisstadt doch unter die Erde verlegt werden: Daun 21 eben. Auch "Hän und Hät" haben das Thema Bahnhof aufgegriffen - nur etwas deutlicher: "In Stuttgart wird das Geld zum Fenster rausgeschmissen, in Gerolsteiner wird nur in die Unterführung …" Darauf ein dreifach "Gerolstein-alaaf, Gerolstein-alaaf, Gerolstein-alaaf!"

Mitwirkende: Gerolsteiner Burgnarren: Prinz Roland I. und Prinzessin Anita I., Elferrat der Gerolsteiner Burgnarren, Gerolsteiner Stadtsoldaten, (Kommandantin: Gaby Leufer), "kleine Garde" der KG (Trainerin: Heike Lender), "mittlere Garde" der KG (Trainerin: Judith Kuhl), "große Garde” der KG "Young Sensation” (Trainerin: Judith Kuhl, Männerballet Nohner Labbesse (Trainerin Rita Fabritzius), "De Mütz", Stimmungsband "Dompiraten", "Hän un Hät": Manuela und Erik Crump, Männerballet: "Becks-Bier-Boys" (Trainerin: Judith Kuhl), Jupp un Jääp: Jacob Conen und Hermann Josef Brauns, Showtanzgruppe "X-Dream" aus Hillesheim (Trainerin: Marita Schick), Garde der "Pelmer Ulkvögel" (Trainerin: Magdalena Winter), Garde des "KC Sarabodis Blau-Weiß (Trainerin: Petra Broich), Technik: Thomas Luxen, Maximilian Bungartz.