Seifenblasen und ein missglückter Fassanstich

Seifenblasen und ein missglückter Fassanstich

Alle Jahre wieder das Ziel von vielen Kirmesbesuchern war die Dauner Laurentius Kirmes am Eröffnungstag. Zum ersten Male durfte dabei der neue Stadtbürgermeister Martin Robrecht zum Hammer greifen und das Fass anschlagen und damit offiziell die Kirmes eröffnen.

Daun. Strahlender Sonnenschein, großer Andrang auf dem Rummelplatz: Die St. Laurentius Kirmes in Daun ist am Wochenende bei bestem Sommerwetter gestartet. Und das bereits zum 667. Mal, wie Historiker Alois Mayer recherchiert hat. Das gute Wetter war am Sonntagnachmittag dann leider passé. Die Besucher kamen dennoch.
Treffpunkt für ehemalige Dauner


Die Dauner Kirmes sei das größte Fest in der Stadt, sagt Besucher Manfred Krausch aus Daun. "Hier trifft man viele Menschen, die gar nicht mehr in Daun wohnen, aber immer wieder zum Fest zurückkehren", sagt er. Roswitha Jungen, aus Daun-Gemünden sieht es ähnlich: "Für mich bedeutet die Kirmes, endlich mal von daheim weg zu kommen, etwas Spaß zu haben und Bekannte zu treffen."
Tausende von fröhlichen Besuchern bummelten über die Kirmes. Traditionell konnten die Besucher am Samstagabend dann das wunderschöne Feuerwerk bestaunen. Ein anderes Thema bestimmte die Gespräche abseits der Fahrgeschäfte: "Wie schlägt sich der Neue beim symbolischen Fassanschlagen?"
Der Neue ist in diesem Fall Stadtbürgermeister Martin Robrecht. "In den letzten Tagen wurde ich dauernd gefragt: Hast du schon ein Fass angeschlagen. Wie es mir geht, hat bei soviel Fürsorge niemand gefragt", sagt Robrecht bei seiner Ansprache auf dem St. Laurentiusplatz. "Das Runde muss ins Runde", hatte er sich vorgenommen. Das hätte auch beinahe funktioniert, hätte es da nicht den verflixten, eckigen Holzhammer gegeben.
Nach wenigen Schlägen traf Robrecht mit dem Werkzeug nur den oberen Teil des Zapfhahns und erst nach gefühlten 20 Schlägen war der "Zappes" drin und eine Bierfontäne spritzte dem Stadtoberhaupt entgegen. "Das hatten wir noch nie, damit geht der neue Bürgermeister in die Geschichte ein", meinte ein amüsierter Helmut Giesen.
Martin Robrecht nahm die missglückte Premiere gelassen, deutete aber Konsequenzen an: "Nächstes Jahr habe ich einen anderen Hammer dabei", versprach er.
Die Aussteller zogen insgesamt ein positives Fazit: "Wir sind sehr zufrieden, unser Fahrgeschäft ist heute am Abend dauernd vollbesetzt und bei den anderen Schaustellern sieht es auch so aus", sagt Frank Spangenberg, Juniorchef des "Chaos".