1. Region
  2. Vulkaneifel

Seine Heimat sind die Welt und der Altar

Seine Heimat sind die Welt und der Altar

DOCKWEILER. Enge Verbundenheit: Der aus Dockweiler stammende Franziskanerpater Dr. Herbert Schneider (OFM) hat in seinem Heimatdorf sein 40. Priesterjubiläum gefeiert. Den festlichen Rahmen bot das Fest der Pfarrei St. Laurentius.

"Gott loben ist unser Amt", sagte Gemeindepfarrer Robert Florin beim Festhochamt anlässlich des Pfarrfests der Kirchengemeinde St. Laurentius Dockweiler. Mit diesem Lob gelte es Dank zu verbinden. Dank gegenüber Menschen, die ihrer Berufung gefolgt sind. So wie der aus Dockweiler stammende Franziskanerpater Dr. Herbert Schneider, der von der Pfarrgemeinde zu dem Fest eingeladen worden war. Der Grund: Die Dockweilerer wollten gemeinsam mit dem Ordensmann sein 40-jähriges Priesterjubiläum feiern. Weit gereist ist der 68-jährige Pater. Mehr als 100 Länder hat der Priester bereits in Mission seines Ordens besucht. Um den Menschen näher zu kommen, ihnen als Diener Gottes die Frohe Botschaft zu vermitteln und um ihnen zu helfen, dass sie glauben können. Seit 2004 ist der bekannte Geistliche Wallfahrtsleiter im Mariendom zu Neviges (Ruhrgebiet). In den Mittelpunkt seiner Predigt in der Festmesse stellte Schneider den Weg seiner Berufung, die er gemeinsam mit Pfarrer Robert Florin sowie dem ebenfalls aus Dockweiler stammenden Pfarrer Erwin Utters zelebrierte. Mitgestaltet wurde die gut besuchte Messfeier vom Jugendchor und Gemischten Chor Dockweiler (Leitung Ute Betten) sowie vom Organisten Manfred Kuhl. Zahlreiche Sonnenblumen gaben der Pfarrkirche eine besondere Atmosphäre. Eigentlich sollte der Pater Landwirt werden

Sein Vater habe ihn als jungen Burschen bereits als guten Bauern gesehen, berichtete Schneider. Und diese Vision sei auch nicht abwegig gewesen, stamme er doch aus einem einfachen, christlichen Bauernhaus (fast Wand an Wand mit der Pfarrkirche). Er habe schon früh mit der Sense umgehen, den Pflug bedienen und das Vieh versorgen können. Aber: "In mir ging etwas anderes vor sich. Damals habe ich schon gespürt: Wir leben nicht allein. Mein Leben hat mit Gott zu tun - und die Nähe zu Jesu habe ich ganz dicht gespürt." Das Gefühl sei immer stärker geworden. Und so sei er hellhörig geworden und der Eingebung gefolgt: "Geh dem nach!" Seine Eltern und Familie ließen ihn gehen und standen ihm auf seinem Weg bei. Im Alter von 13 Jahren besuchte er ein Gymnasium. Mit 20 Jahren trat er in den Franziskanerorden ein. Mit 27 Jahren wurde er zum Priester geweiht. Mit 34 Jahren promovierte er zum Doktor der Philosophie. Pater Dr. Schneider kennt den amtierenden Papst und kannte auch den verstorbenen Papst. Als Autor hat er mehr als 40 Bücher veröffentlicht, darunter auch solche, die seinen Heimatort zum Thema haben. "Dockweiler in Geschichte und Gegenwart", "Dockweiler - Kirche und Kultur" sowie "Himmel ist hier - Der wunderbare Mensch Matthias Utters" lauten drei Titel, die sich mit dem Eifelort beschäftigen. Als seine Heimat bezeichnet Schneider "die Welt und den Altar". Doch immer wieder kommt der religiöse Weltbürger nach Dockweiler.