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Seit 1866 zur Muttergottes

 Der langjährige Brudermeister der Pilgergemeinschaft Büscheich-Michelbach-Gees, Karl Knupp, mit der Kerze, die zum Jubiläum der Wallfahrt nach Barweiler gefertigt wurde. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Der langjährige Brudermeister der Pilgergemeinschaft Büscheich-Michelbach-Gees, Karl Knupp, mit der Kerze, die zum Jubiläum der Wallfahrt nach Barweiler gefertigt wurde. TV-Foto: Brigitte Bettscheider FOTO: Brigitte Bettscheider (bb) ("TV-Upload Bettscheider"
Gerolstein-Büscheich. Gläubige aus den Dörfern Büscheich, Michelbach und Gees pilgern am Samstag, 10. September, zur "Muttergottes mit der Lilie" im Wallfahrtsort Barweiler (Kreis Ahrweiler). Das Besondere: Die Wallfahrt jährt sich zum 150. Mal. Brigitte Bettscheider

Gerolstein-Büscheich. "Das kommt nur alle zehn Jahre vor", erklärt Karl Knupp und deutet auf die ein Meter hohe Kerze mit der Zahl 150 in goldenen Ziffern. Soll heißen: Alle zehn Jahre nimmt die Pilgergemeinschaft Büscheich-Michelbach-Gees eine Kerze mit nach Barweiler und entzündet sie dort vor dem Schrein der Muttergottes mit der Lilie.
Dass sich Menschen aus den drei benachbarten Dörfern das erste Mal im Jahr 1866 gemeinsam auf den mehr als 30 Kilometer langen, bergauf und bergab führenden Fußweg nach Barweiler gemacht haben - und seither jedes Jahr, ist in der Chronik festgeschrieben.
Zudem erinnert auf der Fahne der Barweiler-Pilger die Jahreszahl 1866 an den Beginn der Wallfahrtstradition sowie in den Abbildungen der Schutzpatrone St. Stefanus (für Michelbach), Heiliger Johannes der Täufer (für Büscheich) und St. Nikolaus (für Gees) an die Gründung der Pilgergemeinschaft.
51 Jahre lang Brudermeister


Für den heute 70-jährigen Karl Knupp aus Büscheich spielt die Wallfahrt nach Barweiler persönlich eine besondere Rolle. Hatte doch sein gleichnamiger Vater 51 Jahre lang als Brudermeister die Leitung der Wallfahrt innegehabt (1922 bis 1973).
Für Karl Knupp junior bedeutet die jetzige Jubiläums-Wallfahrt die 57. Teilnahme, davon 41 Mal als Brudermeister. Vor zwei Jahren gab er dieses Amt an Magdalena Winter ab. Um die Organisation kümmert er sich weiterhin (siehe Extra). Dazu gehört auch, dass sich die Pilger inklusive einer Bläsergruppe aus dem Musikverein Büscheich vor seinem Haus im Ernst-Brück-Weg zur Prozession aufstellen. Von dort startet auch das Begleitfahrzeug.
In Barweiler angekommen, reihen sich die Pilger aus Büscheich, Michelbach und Gees unter die Scharen von Wallfahrern aus der ganzen Eifel und darüber hinaus und verehren das Gnadenbild. Dieses hat - seit im September des Jahres 1726 eine verdorrte Lilie in der Hand der Muttergottesstatue wieder zu grünen und zu blühen anfing - seine Anziehungskraft nicht verloren. Die Wallfahrtszeit 2016 dauert bis zum 2. Oktober.Extra

In der Wallfahrtszeit 2016 sind die Gottesdienste in Barweiler wie folgt: an den Wochenenden im September samstags um 18 Uhr (Vorabendmesse), sonntags um 7 Uhr (Pilgermesse), um 10.30 Uhr (Hochamt) und um 15 Uhr (Pilgerandacht) sowie jeden Mittwoch um 15 Uhr (Pilgermesse). Darüber hinaus ist am Donnerstag, 15. September, um 15 Uhr Pilgermesse mit Krankensalbung und Einzelsegnung, am Freitag, 16. September, um 19 Uhr Pilgermesse mit Lichterprozession, am Sonntag, 25. September, um 19 Uhr Taizé-Gebet und am Samstag, 1.Oktober, um 18 Uhr Vorabendmesse. Der feierliche Abschluss der Wallfahrtszeit ist am Sonntag, 2. Oktober, um 15 Uhr; die Festmesse wird von dem Trierer Domkapitular Hans Wilhelm Ehlen zelebriert. bbExtra

Die 150. Barweiler-Wallfahrt der Pilgergemeinschaft startet für Michelbach und Büscheich am Samstag, 10. September, um 7.30 Uhr im Ernst-Brück-Weg in Büscheich; um 8.30 Uhr nimmt die Prozession die Geeser Pilger auf. Die Ankunft der Fußpilger in Barweiler ist für etwa 16.30 Uhr vorgesehen. Buspilger können um 14.20 Uhr in Michelbach einsteigen, um 14.30 Uhr in Büscheich, um 14.50 Uhr in Gees. Nach der Pilgermesse in der Kirche in Barweiler (Beginn: 18 Uhr) ist die gemeinsame Rückfahrt. bb