Seit 20 Jahren gibt es auf dem Gröner Hof in Loogh den Eifeler Bergkäse

Wirtschaft : Ein weiterer Meilenstein

Seit 20 Jahren gibt es auf dem Gröner Hof in Loogh den Eifeler Bergkäse. Das ist einer der Anlässe für das Hoffest am 4. August. Unter anderem können die Besucher sich dann auch ein Bild vom Neubau der Weichkäserei machen.

Ein Jubiläum mit einem Hoffest feiern – damit hat die Familie Gröner schon im vorigen Jahr viel Beachtung erfahren, als sie die Gründung ihres Schlachtbetriebs mit Direktvermarktung im Jahr 1988 auf diese Weise beging.

Nun hat die Käserei 20. Geburtstag (siehe Info). Doch soll das jährliche Hoffest zu einer festen Einrichtung werden. „Weil wir die Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen nicht als Abfertigung verstehen, laden wir unsere Kunden und alle Interessierten ein und zeigen, wie es in unseren Betrieben zugeht“, erklärt dazu Gero Gröner.

Der 27-jährige Molkereimeister war vor drei Jahren in den Familienbetrieb eingestiegen (was übrigens seinerzeit auch Anlass für ein Hoffest war). Seine Eltern Michael und Ursula Gröner hatten als Landwirtschaftsmeister-Ehepaar den Hof 1982 übernommen.

   „Geros Einstieg ist unsere Motivation, den Betrieb erneut zu vergrößern“, erklärt Michael Gröner. Und er sagt: „Wir arbeiten sehr gut und gerne zusammen.“ So reiht sich nun an die bisherigen Meilensteine (siehe Extra) der Neubau einer Schauweichkäserei auf einer Fläche von 700 Quadratmetern.

Am 1. Juli war Richtfest; inzwischen ist das Dach gedeckt, und der Innenausbau kann beginnen. Natürlich spiele Funktionalität eine Rolle, doch solle das Gebäude auch optisch das Ortsbild bereichern, betont Gero Gröner – „und wir achten bei allem darauf, dass die Abläufe für unsere Mitarbeiter nicht körperlich anstrengender als nötig sind.“

Was sich bisher in der Produktion von Bergkäse und Camembert bewährt habe, werde fortgeführt, einiges auf den neuesten Stand gebracht.

In den Produktionsraum als das Herzstück des neuen Gebäudes wird man durch bodentiefe Fenster von außen hineinschauen können, wenn ab nächstem Jahr jeden Werktag zwischen 8 und 17 Uhr 3000 Liter Milch zu Camembert verarbeitet werden. Die Öffnungszeiten des Restaurants sind aktuell schon auf die spannendste Zeit der Käseproduktion abgestimmt, so dass von hier aus die Entstehung von Bergkäse beobachtet werden kann.

   Die Gröners schätzen den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden. Ob beim Hoffest, im Hofladen oder bei der Belieferung der 450 Märkte, in denen es ihren Käse zu kaufen gibt. Bis zu einer Entfernung von 250 Kilometern fahren Michael, Ursula und Gero Gröner abwechselnd selbst zu den Märkten; darüber hinaus übernehmen diese Aufgabe Kühlspeditionen.

Gefeiert wird am Sonntag, 4. August, von 11 bis 18 Uhr. Betriebsführungen finden um 12, 14 und 16 Uhr statt. Der Schlachtbetrieb und der Hofladen sowie das Hofrestaurant sind ganztägig geöffnet. Es gibt Bratwurst, Suppe, Kuchen und Getränkestände. An Marktständen werden Kunsthandwerk, Wein, Obst und Gemüse angeboten.

Ein Porträtmaler ist in Aktion, und es ist für musikalische Unterhaltung gesorgt. Traktorfahrten, der Tierpark mit Kängurus, Bisons und Minischweinen sowie eine Spiel- und Hüpfburg in Form eines Riesentraktors runden das Programm ab.

Kontakt: Familie Gröner, Im Mühlenweg 3. Kerpen-Loogh, Telefon 06593/1812. Weitere Informationen  gibt es im Internet unter www.eifel-groener.de

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