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Sichtbares Zeichen der Weltoffenheit der Region

Kultur : Die große Kunst im Kleinen entdecken

Qualität, Vielfältigkeit und Professionalität sind die Säulen, die auch die 30. Jahresausstellung des Kulturkreises Daun tragen. Dieses Mal sind besonders viele neue Kunstschaffende unter den Ausstellern in der Kreissparkasse.

Ja, die Jahresausstellung des Kulturkreises sei eine Ausstellung in der Provinz. „Doch provinziell ist sie keineswegs“, betonte in seiner Einführung Siegfried Czernohorsky. Wer sich nun also ein Bild von dieser Ausstellung macht, wird bestätigen, dass es den im Verein ehrenamtlich Tätigen auch in diesem Frühjahr wieder gelungen ist, hervorragende Künstler, darunter ein Drittel neuer Namen (siehe Info) zur Ausstellung zu bewegen. Ein Merkmal der aktuellen Schau ist zudem die große Bandbreite an Themen und Formen.

   „Lassen Sie sich von Franziskus Wendels durch die mystische Welt der Kathedralen leiten, werfen Sie einen Blick in die menschliche Seele in den Gesichtern von Claudine Mertens, spielen Sie mit den bissig ironischen Kommunikationsmodellen von Alexander Schmid“, empfahl Czernohorsky. Und nannte weitere Beispiele an Vertrautem und Neuem: „Entdecken Sie die große Kunst im Kleinen an zwei Kerzen von Silke Aurora und zwei Wassereimern von Sybille Brennberger, tauchen Sie in die intime Stille, Ruhe und Gelassenheit der Landschaftsmalerei von Kim Reuter.“ Seine Liste ließe sich fortsetzen – mit der elfteiligen Keramik „Innen Welten/Außen Welten“ von Christoph Anders, dem Steinguss „liegende Landschaft“ von Maria Hill, den Eifellandschaften Walter Wildes, dem „Sonnigen Wintertag“ von Hans Christian Rüngeler, der zudem das Motiv „Himmel und Erde“ für die Jahresgabe stiftete (Bericht folgt).

  Nein, die Jahresausstellung sei nicht die documenta und keine Art Cologne, die KSK keine Bundeskunsthalle oder Neue Pinakothek – „aber sie ist ein sichtbares Zeichen der Weltoffenheit dieser Region“, erklärte Czernohorsky. Gleich zu Beginn hatte der KSK-Vorstandsvorsitzende Dietmar Pitzen die Ausstellung als „einen künstlerischen Hochgenuss, der seinesgleichen in der Region sucht“ angekündigt.

Der Kulturkreis-Vorsitzende Roy Coppack machte die Vernissagengäste auf eine Beobachtung in 30 Jahren Ausstellungsgeschichte (siehe Info) aufmerksam: dass nämlich peu à peu ein Wandel von der reinen Abstraktion zu immer mehr Gegenständlichkeit vollzogen worden sei, und zwar in allen Darstellungsformen.

Zudem würdigte Coppack kenntnisreich und lobend die Musik zwischen den Worten: die nämlich das Blockflötenquintett „ConCor5“ unter der Leitung von Christoph Neumann (Manderscheid)  mit Stücken aus unterschiedlichen Zeiten und Ländern virtuos beisteuerte.

 "Himmel und Erde" heißt das Motiv der Jahresgabe des Kulturkreises. Es stammt von dem Künstler Hans Christian Rüngeler (Zweiter von links) - hier mit  Siegfried Czernohorsky (links) und Roy Coppack (Zweiter von rechts) vom Kulturkreis  sowie dem KSK-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Pitzen (rechts)
"Himmel und Erde" heißt das Motiv der Jahresgabe des Kulturkreises. Es stammt von dem Künstler Hans Christian Rüngeler (Zweiter von links) - hier mit Siegfried Czernohorsky (links) und Roy Coppack (Zweiter von rechts) vom Kulturkreis sowie dem KSK-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Pitzen (rechts) Foto: Brigitte Bettscheider

Die Ausstellung wird bis zum 3. Mai in der Kundenhalle der KSK Vulkaneifel, Leopoldstraße 13, in Daun gezeigt, und zwar montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr.