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So sieht die Planung aus

So sieht die Planung aus

Die Experten des LBM in Gerolstein gehen davon aus, dass die neue Hochbrücke eine Stahlbrücke sein wird, da diese am schnellsten zu bauen sei. Auch ist wahrscheinlich, dass bereits mit den Kreisverkehrsplätzen begonnen wird, bevor es ans eigentliche Brückenbauwerk geht.

Und selbst ein Baustart der neuen sei vor dem Abriss der alten Brücke denkbar, da sie einen unterschiedlichen Verlauf haben.
Zum Projekt gehört, dass die beiden Ampelkreuzungen (an der Postbrücke und an der Buchhandlung Raabe) durch Kreisverkehre ersetzt werden. Und auch auf der anderen Seite der Hochbrücke entsteht ein zusätzlicher Kreisverkehr - an der Einmündung des Kasselburger Wegs. Genau genommen wird der vorhandene Kreisel vor der Volksbank in die Länge gezogen - bis zur Einmündung des Kasselburger Wegs.
Das Ziel all dieser umfangreichen Umbaumaßnahmen ist es, die vor allem zu Stoßzeiten angespannte Verkehrssituation in Gerolstein zu entschärfen. Derzeit kommt es an und auf der Hochbrücke vor allem zu den Stoßzeiten regelmäßig zu Staus. Nach dem Umbau "bleibt der Verkehr in Gerolstein flüssig - auch zu Stoßzeiten", prognostiziert Gerolsteins LBM-Chef Harald Enders. Rund 16 000 Fahrzeuge befahren im Durchschnitt täglich die Hochbrücke, davon 1000 LKW. Damit ist sie der Verkehrsknotenpunkt schlechthin in der Brunnenstadt. Künftig soll die Brücke nicht nur Autos und LKW sicher über die Bahngleise und die Kyll führen, sondern auch Fußgänger und besonders Radfahrer. Zu diesem Zweck wird auf der einen Seite ein 1,75 Meter breiter Fußweg und auf der dem Bahnhof zugewandten Seite ein drei Meter breiter, kombinierter Fuß- und Radweg integriert. Die Radfahrer sollen so künftig vom Kasselburger Weg (Kylltalradweg) weiter über einen Radweg auf der Brücke bis hinunter zum Bahnhof geleitet werden, ohne dass sie die viel befahrene Bundesstraße benutzen müssen, wie bisher.
Hintergrund der Baumaßnahme ist eine europäische Richtlinie, nach der Brücken künftig 25 Prozent mehr Lasten aufnehmen können müssen. Diese Vorgabe erfüllt die sanierungsbedürftige Hochbrücke in Gerolstein nicht mehr. Vor einem Jahr hatte LBM-Brückenexperte Oliver Arimond es so beschrieben: "Die Brücke ist nicht einsturzgefährdet, aber in einem schlechten Zustand. Wir geben ihr die Note 3,4 - wohlgemerkt auf einer Skala von 1 bis 4. Also mangelhaft bis ungenügend." mh
In einer Simulation wird dargestellt, wie der Verkehr zur Stoßzeit um 17 Uhr künftig auf der neuen Brücke fließt.
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