Soldaten bleiben in Krisengebieten

Soldaten bleiben in Krisengebieten

Zum Neujahrsempfang hatte der Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 281 Oberstleutnant Hans-Jörg Oster in die Eifelkaserne "Windige Höhe" eingeladen. Viele Gäste aus Politik, Verwaltung, Schulen, Polizei und Feuerwehr nahmen daran teil.

Gerolstein. Die Soldaten der Eifelkaserne "Windige Höhe" gehören seit nunmehr 50 Jahren zum Stadtbild Gerolsteins. Doch in den vergangenen Jahren - muss selbst Oberstleutnant Hans-Jörg Oster, Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 281, zugeben - sehe man kaum noch einen in der Stadt. "Es wird in den kommenden Jahren noch ruhiger werden. Unsere Einsatzgebiete werden immer größer, und immer mehr Soldaten sind weg", sagte er in seiner Neujahrsansprache zu den Gästen.
Im Auslandseinsatz sind die Soldaten für die Kommunikationsnetze zuständig, sei es über Funk, Telefon oder über Internet. "Das ist unser Auftrag", erklärt Oberstleutnant Oster. Noch nicht einmal zu Feiern des 50-jährigen Jubiläums in der Brunnenstadt kommen die Soldaten in die Kaserne, es sind meistens zu wenig anwesend.
"Wir werden einfach im Jahr 2015 ein Jubiläum 50 plus eins feiern", versprach Oster. Das wird aber wohl ohne ihn stattfinden. Er kommt höchstens als Gast, wenn es seine Zeit erlaubt. Denn Oster wird die Eifelkaserne Ende März nach drei Jahren Dienst in der Eifel verlassen und ins Personalamt nach Köln wechseln. Neuer Kommandeur wird dann Oberstleutnant Kai Lootz, der zurzeit noch beim Kommando Heer in Strausberg östlich von Berlin ist.
Auf 2013 kann Oberstleutnant Oster aber zufrieden zurückschauen. "Wir waren im Einsatz in Kundus, Kabul, und haben auch beim Elbe-Hochwasser geholfen. Bei mehr als 300 Soldaten im Einsatz hatten wir im vergangenen Jahr Gott sei Dank keine Verluste. Alle sind gesund zurückgekommen", freut sich der Kommandeur.
Für 2014 sieht es ähnlich aus, viele der Gerolsteiner Soldaten werden in Kundus, Masar El Sharif, in der Türkei, Mali und im Kosovo stationiert werden. Die Pflichtstärke des Bataillons beträgt zwar rund 800 Soldaten, durch den Wegfall der Wehrpflicht sind es aber nur noch rund 650 Männer und Frauen. "Nominell sind jetzt aber nur 500 Soldaten hier", erklärt Oster. "Im nächsten Jahr werden einige Bataillone im Land aufgelöst, die kommen dann teilweise hierhin, so dass wir dann rund 700 Mann Personal haben werden."