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Sommerkarneval "Jeck in Gerolstein"

Sommerkarneval : Gerolstein meldet 28 Grad Celsius  und zunehmenden Konfetti-Regen am Samstag

Die beiden großen Karnevalsvereine der Brunnenstadt wollen das Sommer-Festival „Jeck in Gerolstein“ in Zukunft jährlich veranstalten. Der Erfolg gibt ihnen Recht, obwohl die erste Ausgabe nicht so viele Menschen anlockt, wie erwartet.

Es ist und bleibt ein Rätsel: Alleine anhand der Vorverkaufszahlen lässt sich in der Eifel nicht bemessen, ob sich eine Veranstaltung halbwegs rechnet. Lediglich 1000 Eintrittskarten sind für die von den Karnevalsgesellschaften „Gerolsteiner Burgnarren“ und den „MüKaRoOs“ organisierte kölsche Sommersause im Vorfeld geordert worden. Doch kurz nach dem Einlass um 16 Uhr, noch bevor die erste Band die Bühne betritt, feiern dann immerhin rund 1200 Zuschauer auf dem Kirmesplatz unterhalb des Bahnhofs im Juni einen tollen Tag. „Das lassen wir uns nicht nehmen“, sagt Gabi Weiß, die gemeinsam mit etlichen Freundinnen aus der Umgebung von Euskirchen nach Gerolstein gekommen ist. „Nach zwei Jahren Karnevals-Abstinenz wird heute ordentlich auf den Putz gehauen.“ Passend dazu prangt auf den T-Shirts der angereisten Damentruppe die Aufschrift: „Session 2020“.

Kurz vor dem eigentlichen Konzertbeginn gehört das Wort den Vorsitzenden der Karnevalsvereine. „Ihr erlebt heute den Beginn einer neuen Tradition“, sagen Thomas Krämer und René Weber. Es sei geplant, „Jeck in Gerolstein“ ab nun jährlich stattfinden zu lassen. Das ist eine Ansage, die das Publikum gerne hört und mit viel Applaus belohnt. Karneval im Sommer gehört beispielsweise in Köln (Jeck im Sonnesching) seit einigen Jahren zu den erfolgreichsten Großveranstaltungen der Stadt. Warum sollte das in der Eifel nicht auch gelingen?

Mit den Bands, die bei „Jeck in Gerolstein“ am Samstag auftreten, hängen die Veranstalter die Stange für weitere Fortsetzungen ganz schön hoch. Die Bläck Fööss, De Boore, Miljö und Domhätzje Nadine aus Köln sind dabei, auch die Swinging Funfares aus Düsseldorf stehen auf der Bühne. Im Augenblick wohl mit das Beste, was der rheinische Frohsinn bietet – das in großen Teilen kostümierte Publikum, darunter auch viele kleinere Karnevalsvereine aus der Region, erlebt einen großartigen Festivaltag.

 „Es sind schwierige Zeiten für Veranstaltungen“, sagt der Burgnarren-Präsident Thomas Krämer angesichts der lediglich rund 1100 Besucher. „Doch wir sind mit der Premiere insgesamt sehr zufrieden, es war ein toller und friedlicher Abend und der Anfang ist gemacht. Wir freuen uns auf die Fortsetzung.“