Sorge um Zukunft des Kreises: Ausschuss berät über Bürgervotum

Sorge um Zukunft des Kreises: Ausschuss berät über Bürgervotum

Der Kreis Vulkaneifel wird im nächsten Jahr 200 Jahre alt. Ob er aber noch viele Jahre darüber hinaus bestehen wird, ist eine immer drängendere Frage.

Die Kreistagsfraktionen Bündnis 90/Grüne, CDU, FDP und FWG sehen jedenfalls den Fortbestand des Kreises gefährdet, wenn wie vom Land vorgesehen am 1. Januar die vergrößerte Verbandsgemeinde (VG) Prüm entsteht. Dass dazu elf Orte aus der VG Obere Kyll gehören sollen, hält der Kreistag für verfassungswidrig.
Kommunal reform


Dennoch halte das Land "augenscheinlich daran fest", den entsprechenden Gesetzentwurf in den Landtag zu bringen, heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktionen. Finde der eine Mehrheit, stehe die Integrität des Kreises Vulkaneifel auf dem Spiel. "Und das kurz vor dem Jahr 2017, in dem die Menschen der Vulkaneifel das 200-jährige Bestehen des Landkreises feiern werden", schreiben die Fraktionsvorsitzenden Dietmar Johnen (Grüne), Karin Pinn (FWG), Marco Weber (FDP) und Gordon Schnieder (CDU). "Daher sehen wir es als dringend erforderlich an, nicht nur die Bürgerbefragungen in der betroffenen VG Obere Kyll zu berücksichtigen, sondern vielmehr ein Bürgervotum des gesamten Landkreises Vulkaneifel einzuholen." Über das Thema soll in der nächsten Sitzung des Kreisausschusses am Montag, 12. September, beraten werden. sts

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