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Spatenstich mit Tradition

Spatenstich mit Tradition

DAUN-BOVERATH. (bs) In Boverath freuen sich die Kinder über ihren eigenen Obstbaum. Auch in diesem Jahr wurde wieder eine Pflanzaktion gestartet, Der besondere Brauch wird seit mehr als 20 Jahren gepflegt.

Seit 1982 schenkt der Boverather Kultur-und Verschönerungsverein den neugeborenen Mitbürgern einen eigenen "Lebensbaum". Zwischenzeitlich fand sich im Dauner Stadtteil aber kein geeigneter Platz mehr für die Bäume. Aber die Tradition sollte nicht verloren gehen. Es wurde lange beraten und geplant. Ergebnis: Gemeinsam mit den Eltern wurde beschlossen, die Bäume für die Kinder auf den familieneigenen Grundstücken zu pflanzen. Die Baumspende vom Kultur- und Verschönerungsverein erhalten die Klein-Boverather nicht gleich nach der Geburt. Damit sich die Arbeit lohnt, wird mehrere Jahre gewartet, bis eine "Groß-Pflanzaktion" gestartet wird. In diesem Jahr wurden 17 Apfel- und Birnbäume gepflanzt. Eltern und Kinder freuen sich schon, wenn Erwin Mayer, Vorsitzender des Kultur- und Verschönerungsvereins, zum "Spatenstich" bittet. Damit die Arbeit auch fachmännisch erledigt wird, gehört Gärtnermeister Horst Fleschen (Mehren) als Experte mit zum Team. Er kann auch Ratschläge zu geben, welche Pflege der neue Baum zum guten und gesunden Wuchs braucht. Für wen und wo die Obstbäume ihren Platz gefunden haben, hat Erwin Mayer in den Vereinsakten schriftlich festgehalten. Der Baum wächst mit den Kindern auf, die sich später freuen, wenn sie die eigenen Birnen und Äpfel ernten und verzehren können. Verwechslungen der Baumbesitzer sind ausgeschlossen, denn es wird ein geschnitztes Schild mit Vornamen und Geburtsjahr des Besitzers angebracht. Für Erwin Mayer war die Pflanzaktion 2003 seine letzte. Er gibt aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz im Boverather Kultur- und Verschönerungsverein auf.