SPD, FWG und FDP unterstützen Bohn

Hillesheim · Von fünf Parteien im Hillesheimer Land sprechen sich drei für die parteilose, amtierende Bürgermeisterin Heike Bohn aus. Bei der Wahl im August tritt sie gegen CDU-Kandidatin Elisabeth Escales an.

Hillesheim. Obwohl sie schon seit acht Jahren im Amt ist, reiben sich sowohl die Freie Wählergruppe (FWG) als auch die SPD immer wieder an Heike Bohns Parteilosigkeit. Selbst innerhalb der FWG ist man sich nicht einig. "Gut 50 Prozent möchten, dass Bohn uns beitritt. Die anderen dagegen befürworten, dass sie parteilos bleibt", sagt Johannes Pinn, Vorsitzender der Freien Wählergruppe im Hillesheimer Land.
"Natürlich sind wir nicht immer auf einem Pferd geritten und ich hätte mir gewünscht, dass sie bei Entscheidungen mehr zu uns tendiert hätte", sagt der Vorsitzende der Hillesheimer SPD, Dieter Demoulin. Was die Mitglieder des VG-Rats jedoch besänftigt ist, dass "sie auf die Belange der Parteien eingeht, Meinungen abwägt und dann sachbezogen entscheidet", ergänzt Demoulin.
Die SPD stellt mit fünf Mitgliedern die kleinste Fraktion im Verbandsgemeinderat in Hillesheim. Er besteht aus 27 Mitgliedern, die zur CDU (12), SPD (5) und FWG (10) gehören. Nicht vertreten sind die Liberalen und die Grünen. SPD und FWG haben sich auch mit Bohns Gegenkandidatin Elisabeth Escales (CDU) getroffen. Von sich überzeugen konnte die 46-Jährige die Anwesenden jedoch nicht. Beide Parteien unterstützen Bohn.
Das überrascht nicht weiter, da FWG und SPD sie bereits 2003 als gemeinsame Kandidatin ins Rennen schickten. Nun kann die amtierende Bürgermeisterin wohl vor allem durch die bereits geleistete Arbeit überzeugen. SPD-Mann Demoulin ist vom Leitbild der Verbandsgemeinde mit den Schlagworten Familienfreundlichkeit und Wirtschaftsstärke begeistert. Vor allem aber auch, dass Bohn "mehr auf Wirtschaftlichkeit achtet als ihre Vorgänger", sagt Demoulin.
Auch Johannes Pinn, Vorsitzender der Freien Wählergruppe, äußert sich ähnlich. "Die Mittelstandsfreundlichkeit der Verbandsgemeinde und die Bewegungskindergärten sind mit ein Verdienst der Bürgermeisterin. Nach acht Jahren Heike Bohn stehen wir im Vergleich zu Gerolstein oder der Oberen Kyll sehr gut da. Es gibt keinen Grund, die Pferde zu wechseln."
Entscheidend ist für die FWG, dass sie sich in den kommenden Fusionsgesprächen durch Bohn besser vertreten sehen als durch Escales.
"Sie kennt die Verhältnisse und die Nachbarn. Sie ist jemand, der die Gemeinde Hillesheim zielstrebig durch die Verhandlungen führen wird", begründet Pinn die Pro-Bohn-Haltung.
Die Liberalen stehen ebenfalls hinter der amtierenden Hillesheimer Bürgermeisterin. "Sie hat ihre Arbeit gut gemacht und es ginge auf Kosten der Steuerzahler, wenn sie abgewählt werden würde. Es wäre unverantwortlich, zwei Personen zu finanzieren", sagt der FDP-Kreisvorsitzende Edmund Geisen.
Lediglich die Grünen haben sich noch nicht auf eine Kandidatin festgelegt, gab Rainer Klippel, Geschäftsführer des Kreisverbandes Vulkaneifel Bündnis 90/Die Grünen, bekannt.