Spedition Ballmann meldet Insolvenz an
Pelm/Walsdorf. (vog) Kurz vor dem zehnjährigen Firmenbestehen kommt das Aus: Spedition Ballmann in Pelm (Vulkaneifelkreis) meldet wegen totaler Überschuldung Insolvenz an. 30 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.
193 Gläubiger machen insgesamt knapp eine Million Euro Forderungen geltend. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem wegen Beschäftigung von Schwarzarbeitern. Das Insolvenz-Verfahren wurde vom Amtsgericht Wittlich am Mittwoch eröffnet. Seit 28. Mai lief das vorläufige Verfahren unter Aufsicht von Insolvenzverwalter Hans-Albrecht Brauer aus Daun: "Das ist ein ganz normaler, trauriger Fall. Da wurde einer, der nicht knallhart am Ball war, vom Markt geputzt." Das sieht Evelyn Ballmann, Ehefrau des Firmeninhabers, anders. Sie weist die Vorwürfe wegen schlechter Unternehmensführung von sich und sagt: "Die enormen Kostensteigerungen beim Diesel und der Maut, hohe Bankzinsen und schlechte Beratung haben in der Summe zum Aus geführt. Wir haben bis zuletzt gekämpft", versichert die Ehefrau.