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Sperrung der L 46 belastet umliegende Orte

Sperrung der L 46 belastet umliegende Orte

Die Erneuerung der L 46 vom Kreisel Nerdlen bis zum Behelfskreisel Rengen liegt im Zeitplan. Inzwischen wurde die Asphaltschicht aufgebracht. Noch vor Weihnachten soll die Landesstraße wieder befahrbar sein.

Lange Zeit haben Autofahrer die L 46 als schlechteste Straße im Kreis bezeichnet - so marode war das Teilstück zwischen dem Nerdlener Kreisel und der ehemaligen Behelfsauffahrt Rengen. Noch vor Weihnachten soll das ein Ende haben. Seit Oktober ist der Abschnitt gesperrt, die Erneuerung in vollem Gange.

Die zweite Asphaltschicht ist inzwischen aufgebracht, die Deckschicht folgt bis zum Wochenende - wenn das Wetter mitspielt. "Vom Zeitplan ist es so vorgesehen, dass wir vor Weihnachten auf jeden Fall fertig sind und dann der Verkehr wieder laufen kann", sagt Dietmar von Landenberg vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein. Die fehlenden Randbereiche werden danach fertiggestellt.

Beim Neubau wurde auch das abgetragene Material der Landesstraße wieder verwendet. Nach Angaben von Betriebsingenieur Markus Jakobs vom LBM sei der alte Untergrund frostsicher gewesen. Nur die oberen Straßenschichten hätten entfernt werden müssen.

Miteingeplant in die Bauarbeiten war auch eine Änderung des Nerdlener Kreisels, da er einige Schwachstellen hatte. Vor allem die Ein- und Ausfahrten seien zu eng gewesen, sagt von Landenberg. Die Autos seien ständig über die Ränder gefahren.

"Das haben wir nun angepasst und gleichzeitig eine Randeinfassung mit Bordsteinen gemacht, damit dies in Zukunft nicht mehr passiert." Derzeit wird am ersten Bauabschnitt im Kreisel gearbeitet. "Mehr schaffen wir in diesem Jahr nicht mehr. Die Arbeiten der anderen Hälfte werden wahrscheinlich erst im Frühjahr ausgeführt", erläutert von Landenberg.

Doch nicht alle Bürger freuen sich über den Ausbau der L 46. Sie belastet vor allem die umliegenden Orte. Denn viele Verkehrsteilnehmer nutzen die L 67 durch Nerdlen und Sarmersbach, um zu ihrem Ziel zu gelangen.

"Es haben sich schon viele Bewohner über die große Verkehrsbelastung beschwert", sagt Dieter Treis, Ortsbürgermeister von Sarmersbach. "Ich telefoniere jeden Tag deswegen und habe schon die Kreisverwaltung, den LBM und die Polizei angerufen, da sogar LKW, vom Navigationsgerät geleitet, durch unser Dorf fahren." Die Polizei sollte seiner Meinung nach mehr kontrollieren. Treis: "Wenn die L 46 fertig ist, sind unsere Straßen hier vollkommen zerstört."

Auch Hermann Lenarz, Ortsbürgermeister von Nerdlen, hat diese Erfahrungen gemacht. "Hier sind Lastwagen in Seitenstraßen eingebogen und haben sich festgefahren, so dass sie herausgezogen werden mussten." Viele Wege seien schon regelrecht kaputtgefahren worden. Lenarz: "Einige Bürger haben schon angefragt, ob die L 67 in Richtung Nerdlen nicht komplett gesperrt werden könnte."