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Sportverein in Daun lässt nach erneuter Überflutung nicht entmutigen

Hochwasser : Überlegen, wie künftig die Wucht des Wasser gebremst wird

Die Lieser hat zum dritten Mal in fünf Jahren die Sportanlage des Tu Daun überschwemmt. Mit vereinten Kräften hat  ist schon einiges wieder hergerichtet.

„Nicht schon wieder!“ So oder vielleicht noch etwas drastischer, was die Wortwahl angeht,  wird die Reaktion bei den Verantwortlichen des TuS Daun nach dem erneuten Lieser-Hochwasser ausgefallen sein. Der Verein hat eine direkt an dem Gewässer gelegene Anlage, bestehend aus Tennis-, Boule- und Beach-Platz sowie einem Vereinsheim. Die nun vom Hochwasser erneut erwischt wurden, wie schon 2016 und 2018.

Gedanken, das Areal wegen seiner exponierten Lage, was Hochwasser angeht, aufzugeben, „sind gar nicht erst aufgekommen. Das ist für uns keine Option“, sagt der Vereinsvorsitzende Frank Wieber. „Es ist einfach eine tolle Anlage, die nicht nur der Verein nicht missen möchte, sondern sicher auch die Stadt, ist es doch ein Treffpunkt für Einheimische und Gäste.“

Besonders betroffen war wieder der Beachplatz, von den 900 Tonnen Sand dort seien 100 bis 150 weggeschwemmt worden, berichtet Wieber. „Es ist und bleibt  Flutbereich, deshalb müssen wir nun überlegen, mit welchen Maßnahmen wir die Wucht des Wassers bremsen können.“ Der Bouleplatz und zwei der drei Tennisplätze sind schon wieder hergerichtet, und das Vereinsheim, bei früheren Hochwassern stark in Mitleidenschaft gezogen, hat wieder genutzt werden können. Was den dritten Tennisplatz angeht, überlegt man beim TuS, ihn künftig für andere Zwecke zu nutzen.

„Es hat eine tolle Unterstützung durch die Mitglieder gegeben, unter andem haben sie Treibgut entfernt. Es war ein echtes Zusammengehörigkeitsgefühl spürbar, was vielen gerade nach der Corona-Zeit richtig gut getan hat“, freut sich der Vorsitzende, der den Verein mit gut 1500 Mitgliedern (davon gut die Hälfte Kinder und Jugendliche) seit 20 Jahren führt. „Und auch die Stadt hilft uns.“

 Große Unterstützung: Auf der Anlage des Sportvereins ist aufgeräumt worden, einige Plätze sind bereits wieder nutzbar. Foto: Walter Jendl
Große Unterstützung: Auf der Anlage des Sportvereins ist aufgeräumt worden, einige Plätze sind bereits wieder nutzbar. Foto: Walter Jendl Foto: TV/Walter Jendl

Was die Höhe des Schadens angeht, wird der nun ermittelt, und dabei sich Fragen wie „Was kostet eine neue Umzäunung“ oder „Was kostet es, den Sandplatz wieder aufzufüllen“. Wieber: „Wenn die Summe feststeht, werden wir schauen, welche Fördertöpfe für uns in Frage kommen. Und wir werden sicher auch dankbar für Spenden sein.“