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Sprecher der CDU-Fraktion im Dauner Stadtrat legt Mandat nieder, bleibt aber im Verbandsgemeinde-Rat.

Kommunalpolitik : Becker macht Platz, geht aber nicht ganz

Sprecher der CDU-Fraktion im Dauner Stadtrat legt Mandat nieder, bleibt aber im Verbandsgemeinde-Rat.

(sts) „Ich gehe nicht im Groll, es ist alles einvernehmlich mit der Fraktion abgesprochen“, sagt Gerd Becker, angesprochen vom Trierischen Volksfreund darauf, dass er sein Mandat im Dauner Stadtrat niedergelegt hat. Immerhin war er in dem Gremium seit 2014 Vorsitzender der CDU-Fraktion, die die meisten Sitze im Stadtrat hat.

Bei der Kommunalwahl vor fast vier Jahren war der gebürtige Meisburger von der CDU zum Stadtbürgermeister-Kandidaten gekürt worden, verlor aber in der Stichwahl gegen Martin Robrecht. Seit 48 Jahren ist er Mitglied der CDU, seine kommunalpolitische Karriere ist aber relativ kurz. Seit 2014 sitzt er im Stadtrat und im Rat der Verbandsgemeinde (VG) Daun, zu deren Verwaltung er eine besondere Beziehung hat, denn dort hat er bis 2006 gearbeitet, zuletzt als Büroleiter.

Warum der Rückzug aus dem Stadtrat? „Es steht für mich schon länger fest, dass ich bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr nicht mehr antrete. Ich mache deshalb in Absprache mit meinen Fraktionskollegen schon jetzt den Platz frei für einen Jüngeren“, sagt der 72-Jährige. Und was ist mit dem VG-Rat? „Dort bleibe ich bis zum Ende der Legislaturperiode.“ Gerd Becker ist zwar schon seit gut zwölf Jahren Pensionär, von Ruhestand war bei ihm seitdem wenig zu merken. So ist er Vorsitzender des Vereins Bürger für Bürger, „und daran wird sich auch nichts ändern“, stellt Becker klar. Zudem hat er mittlerweile noch eine neue „Aufgabe“: Er ist vor einigen Wochen Opa geworden. Und hat festgestellt: „Etwas Besseres hätte uns nicht passieren können.“

Wer soll nun an die Spitze der CDU-Fraktion rücken? „Das wird zeitnah geklärt“, sagt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dieter Brill. In den Stadtrat nachrücken könnte Thomas Klassmann, der dem Gremium schon mal angehört hat, sich seit 2014 aber auf den VG-Rat als Vorsitzender der CDU-Fraktion konzentriert hat. Kann er sich vorstellen, wieder in den Stadtrat zu gehen? „Für die Zeit bis zur Kommunalwahl ja, aber was ich darüber hinaus politisch mache, werde ich mir noch gründlich überlegen.“