Sprudel statt Spargel

GEROLSTEIN. Trotz mäßigem Wetters strömten viele Besucher am Wochenende zum Sprudelfest nach Gerolstein. Die Rocknacht am Samstag erwies sich erneut als Publikumsmagnet.

Die Gitarren und der Bass waren bis an die Grenzen der Stadt zu hören. Im Festzelt auf dem Kyllparkplatz war Samstagabend Rock angesagt. Die beiden Cover-Bands "Vampire" und "Mex" standen auf der Bühne. Gegen 21 Uhr war der erste Gitarren-Riff zu hören. Mit ihrer gewohnt lasziv-morbiden Bühnenshow heizten die bissigen Jungs dem Publikum ein. Lauthals wurde wiederholt "Zugabe" gerufen, als "Vampire" sich nach über zwei Stunden energiegeladener Show von der Bühne verabschiedete. Nach gut einer Stunde Umbau stand "Mex" gegen 1.30 Uhr auf der Bühne. Eine gute Mischung aus Rock und Pop sowie die kräftige Stimme der Sängerin ließen das Publikum nicht einschlafen. "Mex" rockte bis tief in die Nacht hinein. Gute Laune herrschte auch zur Eröffnung des Sprudelfestes. Mit lautem Kanonenhall und flotter Marschmusik formierten sich die Stadtsoldaten auf dem Brunnenplatz. Bürgermeister Georg Linnerth meinte: "Andere Regionen feiern Spargel- oder Weinfeste und wir eben unseren herrlich erfrischenden Sprudel." Die Getränkepavillons auf dem Brunnenplatz waren gut besucht. Allerdings meinte ein Einheimischer: "Schade, dass in Gerolstein nicht wie in Prüm regelmäßig im Sommer auf dem Brunnenplatz gefeiert werden kann." Wie schon in den vergangenen Jahren waren auch Gäste aus der französischen Partnerstadt Digoin angereist. Sie boten auf dem Markt am Samstag und Sonntag ihre regionalen Spezialitäten wie Rotwein und Gebäck an. Das wechselhafte Wetter machte dem Markt am Samstag zu schaffen. Der Besuch war nur mäßig. Der Sonntag machte allerdings alles wett. Trotz einzelner Regenschauer, sogar mit Hagel gemischt, glich die Gerolsteiner Innenstadt einem quirligen Ameisenhaufen. Marktschreier, die mit witzigen Sprüchen die Leute gekonnt in den Bann zogen, Musikdarbietungen verteilt auf mehrere Plätze und Zauberschauen für die Kleinen taten ihr Übriges. Auch auf dem Arnoldy-Parkplatz, wo die große Sprudelfest-Tombola zugunsten der Jugendarbeit des Gerolsteiner Sportvereins stattfand, trafen sich viele Leute. Moderator Achim Hell neckte das Publikum und reizte so zum Loskauf. Die erste Bilanz für den Samstagabend fällt bei Jörg Petry, dessen Verein Eifelbahn das Musikprogramm auf die Beine stellte, sehr positiv aus. Etwa 1700 Leute waren zur Rocknacht gekommen. Etwas enttäuschend sei dagegen die Resonanz am Freitagabend mit 500 Besuchern gewesen, was aber nicht an den Musikgruppen (Abba-Revival Band und Gummibären) gelegen habe. Weitere Bilder vom Sprudelfest in Gerolstein gibt es ab heute im Intrinet, der Online-Ausgabe des TV , unter: www.intrinet.de/clickme