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Tiere: Spürnasen helfen bei der Suche von Menschen

Tiere : Spürnasen helfen bei der Suche von Menschen

Fünf Teams verstärken seit diesem Herbst die Rettungshundestaffel Eifel-Mosel. Sie unterstützen Feuerwehr und Polizei bei ihren Sucheinsätzen in der Region.

Der Einsatz von Rettungshunden findet nicht nur in Katastrophengebieten statt. Wie oft hat man schon im Radio gehört oder in der Zeitung gelesen: „Die Polizei bittet bei der Suche um Mithilfe“ oder auch „Seit gestern Abend wird ... vermisst“. Und genau dann kommen Rettungshunde auch bei uns hier zum Einsatz.

Die Alarmierung der BRH-Rettungshundestaffel Eifel-Mosel erfolgt über Feuerwehr oder Polizei, und sie wird bei Suchen dort eingesetzt, wo ohne die gut ausgebildete Spürnase eines Hundes womöglich jede Hilfe zu spät käme: Beispielsweise bei der Suche nach demenzkranken Senioren, die nicht wieder zurück nach Hause finden und auf Medikamente angewiesen sind, bei Suizidgefährdeten, bei denen Eile geboten ist, bei Unfallopfern, die sich im Schock von der Unfallstelle entfernt haben, oder bei Kindern, die nach dem Spielen nicht nach Hause kommen.

Doch es ist ein weiter Weg vom Familienhund zum Retter auf vier Pfoten. Erst regelmäßiges Training macht die Tiere zu dem, was sie sind: unersetzliche Helfer bei der Suche nach vermissten Personen.

Bevor Hund und Hundeführer als Team allerdings in Einsätze gehen dürfen, müssen sie erst mehrere Prüfungen bestehen. Denn in den Staffeln des Bundesverbandes Rettungshund (BRH) dürfen nur Teams mit bestandener, jährlich zu wiederholender Prüfung zur Personensuche eingesetzt werden.

So hat Dorothee Krieger mit ihrer Hündin Ella jüngst die Prüfung zum Personenspürhunde- (auch Mantrailer genannt) Team bestanden und verstärkt ab sofort die beiden bestehenden Personenspürhunde-Einsatzteams der Staffel.

Personenspürhunde sind Hunde, die der individuellen Geruchsspur einer bestimmten Person folgen. An dem Ort, an der die gesuchte Person zuverlässig das letzte Mal gesehen wurde, beginnt dann auch die Suche.

Den Suchauftrag erhält der Hund anhand eines Gegenstandes, an dem der Geruch der vermissten Person haftet. Dabei kann es sich um ein getragenes Kleidungsstück, aber auch beispielsweise einem benutzten Taschentuch oder einem Schlüsselbund der gesuchten Person handeln. Der besondere Vorteil dieser Hunde besteht darin, dass sie auch bei Suchen in der Stadt eingesetzt werden können. Ihre Ausbildung ist besonders zeitintensiv, da hierzu mehrmals wöchentlich, auch außerhalb der Staffeltrainingszeiten, trainiert werden muss.

Außerdem freut sich die Staffel über die Verstärkung durch vier neue Flächensuchhunde-Teams, die ebenfalls jüngst ihre Hauptprüfung bestanden haben. So verstärken nun Christian Gnad mit Balou, Monika Ketter mit Aika, Kai Fritsche mit Emma und Barbara Kemmer mit Miko die Staffel bei Einsätzen von Flächensuchen.

Diese Hunde eignen sich besonders für den Einsatz in Waldgebieten, werden aber auch in Wiesenflächen und auf Feldern eingesetzt. Sie sind in der Lage große, aber auch schwierige und dicht bewachsene Gebiete, Tag und Nacht abzusuchen und ihrem Hundeführer aufgefundene Personen zuverlässig anzuzeigen.

Die Rettungshundestaffel Eifel-Mosel verfügt aktuell über zehn geprüfte Flächensuchhunde- und drei geprüfte Personenspürhunde-Teams. Seit mehr als zwanzig Jahren hilft sie kostenlos und ehrenamtlich bei Suchen nach vermissten Personen.

Wer an einem Schnuppertraining mit seinem Hund und an aktiver Mitarbeit interessiert ist oder das Engagement der Zwei-und Vierbeinern finanziell unterstützen will, kann sich auf der Homepage: http://www.rhs-eifel-mosel.de informieren und melden.