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St.-Elisabeth-Krankenhaus Gerolstein ist Corona Schwerpunkt-Einrichtung

Kostenpflichtiger Inhalt: Gesundheit : Die Corona-Klinik für die Eifel ist in Gerolstein

Seit Montag vergangener Woche ist das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Gerolstein zur medizinischen Schwerpunkt-Einrichtung umstrukturiert worden. Wie es nach der Virus-Krise weitergehen soll, ist noch nicht geklärt.

Am Montag hat der Unternehmenssprecher der Marienhäuser, zu denen das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Gerolstein gehört, bestätigt, dass inzwischen zwölf Menschen aus  der Vulkaneifel mit dem Verdacht auf eine Corona-Infektion aufgenommen wurden. Die Klinik war im Laufe der vergangenen Woche zu einem sogenannten Schwerpunktkrankenhaus umgebaut worden, „wobei es eher um logistische Umstrukturierung ging“, sagt Herbert Frieling. „Baumaßnahmen mussten nicht in Angriff genommen werden.“

Insgesamt 40 Betten stünden ausschließlich für Corona-Patienten bereit, sagt Frieling. „Wir sind bei höherem Bedarf aber in der Lage, die Kapazität auf 80 Betten zu erweitern.“ Die infizierten Menschen könnten durchaus auch in Mehrbett-Zimmern untergebracht werden. Für die Versorgung von Corona-Patienten stünde das gesamte Krankenhaus zur Verfügung, teilt Frieling mit. Zusätzliche Räume, um Verdachtsfälle zu isolieren, seien ebenso vorhanden, bis geklärt ist, ob sie positiv oder negativ getestet wurden. „Dazu vier Beatmungsplätze, die notfalls auf maximal elf Plätze aufgestockt werden können“, sagt der Unternehmenssprecher.

Für den weiteren Betrieb im Gerolsteiner Krankenhaus gelten ab sofort einige Änderungen: „Unsere Chirurgen bieten wie gewohnt zwar noch Sprechstunden  im Haus an, Operationen werden aber im Bitburger Marienhaus erfolgen“, berichtet Frieling.  Die Wegeführung zu den Räumen sei neu organisiert worden, die Patienten könnten somit die Sprechstunden besuchen, ohne das Corona-Haus betreten zu müssen. Einige der bisherigen Patienten, die bereits gesundet waren, konnten entlassen werden, „weitere wurden auf andere Stationen verlegt, Härtefälle gab es in Gerolstein nicht.“

Weiterhin sei auch die Versorgung akuter Notfälle im Gerolsteiner Krankenhaus möglich, eine anschließende Unterbringung im Schwesterkrankenhaus in Bitburg sei möglich.

Weiter im Betrieb bleiben die Dialyse-Station und die im St.-Elisabeth-Krankenhaus untergebrachte Psychiatrische Abteilung: Die Zugänge zu den Stationen sind vom übrigen Haus komplett abgetrennt, die Abteilungen sind räumlich in sich abgeschlossen. Damit werden wir auch dem besonderen Schutzbedürfnis der Dialysepatienten weiterhin gerecht“, sagt Heribert Frieling.

Wie das Zurück in die Normalität im St.-Elisabeth-Krankenhaus nach der Pandemie aussehen könnte, liege im Dunkeln, sagt Frieling. „Wir wissen nicht, wie lange dieser Ausnahmezustand anhält oder ob wir gar italienische Zustände erleben werden.“ Es sei zum jetzigen Zeitpunkt schlichtweg unmöglich zu prognostizieren, ob die Finanzmittel des Bundes am Ende ausreichen, oder Deutschland an der Katastrophe noch irgendwie vorbei käme. „Vielleicht sind unsere Krankenhäuser am Ende der Krise finanziell am Ende, es ist einfach keine seriöse Prognose möglich.“