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St. Laurentiusstraße: Ausbau dauert bis 2013

St. Laurentiusstraße: Ausbau dauert bis 2013

Viele Bürger im Dauner Stadtteil Leyen müssen sich auch für die kommenden Jahre auf Bauarbeiten einstellen. Denn die Sanierung der St. Laurentiusstraße und der Alten Darscheider Straße wird in weiteren Etappen 2012 und 2013 vollzogen.

Daun. Gleich zwei große Bauvorhaben hat die Stadt Daun in diesem Jahr in Angriff genommen. Los ging es im März mit dem Ausbau der Bahnhofstraße (Gesamtinvestitionsvolumen: rund 600 000 Euro), und seit Mai sind auch im Stadtteil Leyen die Bagger am Werk. Dort werden die St. Laurentiusstraße und auch ein Teil der von ihr abzweigenden Lavastraße saniert. Nach viel Flickschusterei in der Vergangenheit wird die mehr als ein Kilometer lange St. Laurentiusstraße als Hauptverkehrsader dieses Stadtteils Stück für Stück auf Vordermann gebracht.
Der erste Bauabschnitt führt dabei von der Einmündung Boverather Straße bis zur Einmündung Vulkanweg, parallel wird der untere Abschnitt der Lavastraße bis zur Einmündung der Straße "Im Leyen" ausgebaut. Neben den eigentlichen Straßenbauarbeiten werden die Wasserversorgungsleitung komplett und Entwässerungsleitungen teilweise erneuert.
2011 ist erste Etappe geschafft


Derzeit wird bis zum Technisat-Kunden- und Logistikzentrum (TKL) gebaut. Dieser Abschnitt soll Ende August fertig sein (bis auf die Asphalt-Deckschicht). Darüber freut sich auch Inge Umbach, Organisatorin des Maare-Mosel-Laufs am 27. August. "Gut, dass wir uns keine Gedanken über eine Alternative machen müssen, denn durch diesen Zeitplan ist gewährleistet, dass der Maare-Mosel-Lauf wie gewohnt am TKL gestartet werden kann."
2011 ist nur die erste Etappe geschafft, denn die weitere Sanierung der St. Laurentiusstraße und der anschließenden Alten Darscheider Straße dauert bis 2013. Bei der Planung des Weiterbaus hat der Bauausschuss der Stadt auch auf den Geldbeutel der Bürger geachtet. Die weiteren Abschnitte werden kürzer als ursprünglich geplant, um die Belastung für die Bürger gleichmäßiger auf die nächsten Jahre zu verteilen. Denn sie sind es, die über die sogenannten wiederkehrenden Beiträge das Bauvorhaben mitfinanzieren (siehe Extra).
So soll 2012 der Abschnitt vom Vulkanweg bis zum Ende der Basaltstraße (an der Felsenstraße) ausgebaut werden.
Die Kosten werden auf rund 600 000 Euro geschätzt, was eine Belastung für den Besitzer eines Durchschnittsgrundstücks (von rund 800 Quadratmetern) in Höhe von rund 240 Euro bedeuten würde. Diskutiert worden war auch eine größere Variante (Ausbau vom Vulkanweg bis zur Straße Im Rosengarten) mit geschätzten Kosten von knapp über 800 000 Euro.
In diesem Fall wäre für die Grundstückseigentümer ein Beitragsbescheid über knapp 330 Euro fällig gewesen. Zahlen müssen die Bürger ohnehin, aber für 2012 und 2013, wenn der Rest des Bauvorhabens abgewickelt werden soll, in etwa gleich großen Beträgen.
Mittlerweile ist auch klarer, was auf dem ehemaligen Portalux-Gelände, das zwischen St. Laurentiusstraße und Lavastraße liegt, entsteht. Die Firma Eifelacker & Wald GmbH (gehört zur TechniRopa Holding des Dauner Unternehmers Peter Lepper) hat im vergangenen Jahr das etwa 10 000 Quadratmeter große Grundstück gekauft. Die alten Gebäude sind abgerissen und das Gelände untersucht worden. Ergebnis: Das komplette Areal ist altlastenfrei. Dort sollen zehn Einfamilienhäuser und 27 Eigentumswohnungen in zwei Gebäuden entstehen. Statt der früher erhobenen einmaligen Beiträge gelten in Daun mittlerweile die wiederkehrenden Beiträge. Früher zahlten die Bürger nur für Bauprojekte in der Straße, an die ihr Grundstück grenzt, und das ein Mal. Beim nun geltenden wiederkehrenden Beitrag geht es nicht mehr um einzelne Straßen und Vorhaben, sondern um das komplette Straßennetz in der Kernstadt. Der Grundstückseigentümer zahlt also nicht mehr nur für die Straße vor seiner Haustür. Anders als beim Einmalbeitrag bekommen die Bürger nun jährlich einen Bescheid, immer vorausgesetzt, dass auch Projekte realisiert wurden. Mit dem wiederkehrenden Beitrag wird das Ziel verfolgt, die Belastung gleichmäßig und gerechter aufzuteilen. Aber auch die Stadt übernimmt einen Anteil von 35 Prozent der jeweiligen Investitionssumme.