Stadt Daun würdigt Engagement der Ehrenamtler

Ehrenamt : Stadt Daun würdigt das Engagement der Ehrenamtler

Die Kolpingsfamilie der Kreisstadt bekommt Ehrenteller, der Naturschützer Georg Möhnen die Verdienstnadel.

Seit dem Jahr 2000 wird ehrenamtliches Engagement in Daun und seinen Stadtteilen besonders gewürdigt. Bislang stets im Rahmen des Neujahrsempfangs, der in diesem Jahr aber aus organisatorischen Gründen nicht stattfand.

Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, denn in der mutmaßlich letzten Sitzung des Stadtrats in der auslaufenden Wahlperiode war Gelegenheit, Ehrungen vorzunehmen. Die zweithöchste Auszeichnung der Stadt ist eine gewichtige: der Ehrenteller.

Den überreichte Stadtbürgermeister Martin Robrecht an die Vertreter der Kolpingsfamilie Daun, den Vorsitzenden Dieter Wilhelm und Gottfried Willems.

Das scheidende Stadtoberhaupt begründete die Verleihung mit den Verdiensten, die sich die Kolpingsfamilie (Namensgeber ist der katholische Priester Adolph Kolping) seit ihrer Gründung vor mittlerweile 115 Jahren erworben habe.

Ihr Gründungsziel, die Mitglieder zu befähigen, sich als Christen in der Welt, in Staat, Kirche und Gesellschaft zu bewähren und durch vielfältige Aktivitäten das christliche Gemeinwohl zu fördern, habe sie bis heute nicht aus den Augen verloren.

Allerdings kämpft sie wie andere Vereine und Organisationen mit Nachwuchsproblemen. Der Vorsitzende konnte es „am lebenden Objekt“ demonstrieren: „Sie sehen hier die Jung-Kolpingleute“, sagte Dieter Wilhelm bei der Ehrung in der Stadtratssitzung.

Auf vielen Ebenen ist die Kolpingsfamilie engagiert: mit Spendenaktionen für die Dritte Welt, Zuschüsse für die Pfarrei St. Nikolaus, für die Tafel in Daun und für soziale und missionarische Zwecke.

Nicht zu vergessen: In einem Teil des Kolpinghauses in der Burgfriedstraße ist seit vielen Jahrzehnten der Kindergarten unentgeltlich untergebracht. Ein besonderes Anliegen ist zudem die Pflege und Instandhaltung der Wehrbüschkapelle.

Die Verdienstnadel hat Georg „Schorsch“ Möhnen für seinen Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz in der Stadt Daun bekommen.

Stadtbürgermeister Robrecht hob hervor, dass Möhnen sich seit 1977 in „beispielgebender Weise“ in der Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) aktiv sei.

Deren Vorstand gehört er schon seit mehr als 40 Jahren an, aktuell fungiert er als Beisitzer. Neben dem Sangweiher mit seinen Amphibien und seltenen Vogelarten sowie dem Hochmoor Mürmes gehören die Dauner Maare zu Möhnens Beobachtungs- und Tätigkeitsbereich.

„Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang seine aktive Mitarbeit und Koordination bei Pflegeeinsätzen sowie bei der Anbringung von Nisthilfen“, heißt es auf der von Robrecht verliehenen Urkunde.

Geehrt fürs ehrenamtliche Engagement: Stadtbürgermeister Martin Robrecht (rechts) hat die Kolpingsfamilie Daun, vertreten durch Dieter Wilhelm und Gottfried Willems (Zweiter von rechts), mit dem Ehrenteller und Georg Möhnen (links) mit der Verdienstmedaille der Stadt Daun ausgezeichnet. Foto: Stephan Sartoris. Foto: TV/Stephan Sartoris

Möhnen kündigte an, auch weiterhin die „geschundene Natur“ schützen zu wollen.

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