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Stadt Gerolstein will 2018 rund vier Millionen Euro investieren

Investitionen : Viel vor, Schulden steigen: Gerolstein will vier Millionen Euro investieren

Gerolstein investiert 2018 vier Millionen Euro.  Drahtfabrik, Kaiserhof und Kyllumbau sind die größten Posten. 

Es tut sich weiter viel in der Stadt Gerolstein: Nach etlichen bereits begonnenen (Brunnenareal) und abgeschlossenen (Kyllpark am Rathaus) Bauvorhaben wird der Stadtumbau auch im kommenden Jahr mächtig vorangetrieben. Insgesamt sollen mehr als vier Millionen Euro investiert werden. So sieht es der Haushaltsentwurf vor, den der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt einstimmig verabschiedet hat. Das letzte Wort darüber spricht der Stadtrat am heutigen Montag, 11. Dezember, in seiner öffentlichen Sitzung ab 17 Uhr im Rathaus.

Die größten Investitionsvorhaben sind der Abriss der Drahtfabrik und die Herstellung des Areals für Wohnbauzwecke für veranschlagte 930.000 Euro, was bereits für dieses Jahr geplant gewesen war.

Weiter schlagen stark zubuche die Renaturierung des Peschenbachs (809.000 Euro), der Kyllumbau vorm Bahnhof (524 000 Euro) sowie generell Stadtumbaumaßnahmen für gut eine Million Euro. Darunter werden Vorhaben zusammengefasst, die die Attraktivität der Innenstadt deutlich verbessern sollen – unter anderem der geplante Ankauf und Abriss des Kaiserhofs, wo ein neuer Stadteingang entstehen soll (der TV berichtete). Doch auch andere Vorhaben, die für die Stadt zwar weniger kostspielig und doch wichtig sind, sind eingeplant. Allen voran der Auftakt zum Umbau der Bahnstation (Überführung über die Gleise) – ein Vorhaben, das Millionen kostet und an dem sich die Stadt im nächsten Jahr mit 160.000 Euro beteiligt. Auch in den Stadtteilen wird nicht unerheblich investiert.

Zu nennen sind die Generalsanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Gees (140.000 Euro), der Umbau des Stausees in Müllenborn (120.000 Euro) und der Bau einer zweiten Zufahrt zum Baugebiet „Vorderste Dell“) in Lissingen über die Straße Im Hofpesch“.

An diesem Thema hatte sich vor mehr als zehn Jahren ein langer und bitterböser Streit zwischen der Stadt und dem ehemaligen Eigentümer der Unterburg, Karl Grommes, entfacht, der bis vors Bundesverwaltungsgericht ging. Denn die Erschließungsstraße mündet direkt vor der Einfahrt der Burg. Nicht für Ärger, aber doch beim ein oder anderen Ausschussmitglied zumindest für Zähneknirschen sorgte der Anstieg der Schulden. Laut Kämmerer Heinz-Josef Hockelmann steigen sie um knapp 1,1 Millionen Euro auf fast zehn Millionen Euro.

 Das sind wichtige Investitionsvorhaben, die die Stadt Gerolstein im kommenden Jahr plant: Die Drahtfabrik und der Kaiserhof sollen abgerissen, der Weiher in Müllenborn verkleinert und saniert sowie die Straße Im Hofpesch in Lissingen zur zweiten Zufahrt zum Neubaugebiet ausgebaut werden.
Das sind wichtige Investitionsvorhaben, die die Stadt Gerolstein im kommenden Jahr plant: Die Drahtfabrik und der Kaiserhof sollen abgerissen, der Weiher in Müllenborn verkleinert und saniert sowie die Straße Im Hofpesch in Lissingen zur zweiten Zufahrt zum Neubaugebiet ausgebaut werden. Foto: Mario Hübner
 Das sind wichtige Investitionsvorhaben, die die Stadt Gerolstein im kommenden Jahr plant: Die Drahtfabrik und der Kaiserhof sollen abgerissen, der Weiher in Müllenborn verkleinert und saniert sowie die Straße Im Hofpesch in Lissingen zur zweiten Zufahrt zum Neubaugebiet ausgebaut werden.
Das sind wichtige Investitionsvorhaben, die die Stadt Gerolstein im kommenden Jahr plant: Die Drahtfabrik und der Kaiserhof sollen abgerissen, der Weiher in Müllenborn verkleinert und saniert sowie die Straße Im Hofpesch in Lissingen zur zweiten Zufahrt zum Neubaugebiet ausgebaut werden. Foto: Mario Hübner
 Das sind wichtige Investitionsvorhaben, die die Stadt Gerolstein im kommenden Jahr plant: Die Drahtfabrik und der Kaiserhof sollen abgerissen, der Weiher in Müllenborn verkleinert und saniert sowie die Straße Im Hofpesch in Lissingen zur zweiten Zufahrt zum Neubaugebiet ausgebaut werden.
Das sind wichtige Investitionsvorhaben, die die Stadt Gerolstein im kommenden Jahr plant: Die Drahtfabrik und der Kaiserhof sollen abgerissen, der Weiher in Müllenborn verkleinert und saniert sowie die Straße Im Hofpesch in Lissingen zur zweiten Zufahrt zum Neubaugebiet ausgebaut werden. Foto: Mario Hübner

„Das ist exorbitant hoch“, sagte beispielsweise CDU-Mann Volker Simon. Einen Appell, etwas dagegen zu tun, sprach er nicht aus, hatte aber eine Erklärung für die Misere: „Von 100 Euro Gewerbesteuer bleiben uns ja nur noch 15 Euro, also nicht mehr als Spielgeld.“
Den Rest zehrten vor allem
Umlagen auf.