Stadt hofft auf viele neue Bürger im Lieserpark

Stadt hofft auf viele neue Bürger im Lieserpark

Zuwachs für den Dauner Stadtteil Layen: Auf dem Gelände des früheren Glühlampenherstellers Portalux entsteht ein neues Wohngebiet mit zehn Häusern und fast 30 Wohnungen.

Daun. Die Bürger, die im Dauner Stadtteil Layen in der Nähe des Geländes des früheren Glühlampenherstellers Portalux wohnen, haben sich längst an Lärm und Dreck gewöhnt. Denn in dieser Ecke der Stadt wird seit Monaten fast ohne Pause gebaut. Und das nicht nur im Auftrag der öffentlichen Hand - Teile der St. Laurentius- und der Lavastraße sind in den vergangenen Monaten saniert worden - , sondern auch die wohl größte private Baustelle in der Stadt findet sich dort.
Die Eifelacker & Wald GmbH, die sich auf den Anbau von Miscanthus (Chinagras) zur Energiegewinnung spezialisiert hat und zur TechniRopa Holding des Dauner Unternehmers Peter Lepper gehört, hat das ehemalige Portalux-Gelände gekauft. "Wir haben uns die Situation in Daun genau angeschaut. Es gibt hier wenig stadtnahe Baugrundstücke. In diese Lücke stoßen wir mit dem Lieserpark", sagt Sandra Wimmeler, Prokuristin der Firma Eifelacker, zum Kauf der rund 10 000 Quadratmeter Fläche.
"Die Stadt begrüßt diese Erweiterung im Stadtteil Layen und hat sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten stets gerne unterstützt", erklärt Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen. "Wir hoffen, dass ein solches qualitativ hochwertiges Wohnbaugebiet viele Interessenten findet. Wir hoffen, dass sich möglich viele neue Bürger dort ansiedeln. Davon kann die Stadt nicht genug bekommen."
Im Frühjahr wurden die alten Gebäude abgerissen, und nachdem die Baugenehmigungen vorliegen, ist vor gut drei Wochen der Startschuss für die Bauarbeiten gefallen.
Vor allem die Baggerfahrer haben reichlich zu tun: Unentwegt sorgen sie dafür, dass die Lastwagen mit Erdaushub gefüllt werden. Zwischenzeitlich hat sich schon ein tiefes Loch aufgetan. Dort entsteht eine Tiefgarage.
Zehn Häuser, 27 Wohnungen


Aber damit nicht genug: Insgesamt entstehen zehn Einfamilienhäuser mit Wohnflächen zwischen 130 und 250 Quadratmetern sowie zwei Mehrfamilienhäuser mit zusammen 27 Wohnungen. Eine Hälfte der Einfamilienhäuser wird in Massivbauweise, die andere in Holztafelbauweise errichtet. "Wir hoffen, in Kürze mit den Bodenplatten beginnen zu können", sagt Sandra Wimmeler. Voraussichtlich Mitte 2012 sollen die Einfamilienhäuser fertig sein, die Mehrfamilienhäuser bis Ende kommenden Jahres. "Der Zeitplan ist natürlich nur einzuhalten, wenn die Witterung mitspielt", stellt die Prokuristin klar.
Der Kauf des Grundstücks aus einer Insolvenzmasse, die Baureifmachung des Areals, die Bauarbeiten selbst und der Bau einer großen Heizanlage: Auch für einen Laien ist es nicht allzu schwer, sich auszurechnen, dass hier viel Geld investiert werden muss. Eine genaue Zahl will Sandra Wimmeler nicht verraten. Nur so viel: "Die Summe geht in mehrere Millionen Euro."Extra

In der Verbandsgemeinde Daun gibt es neben dem in Dockweiler größere Neubaugebiete in Daun-Rengen mit 13, in Daun-Pützborn mit neun, in Kirchweiler mit 24, in Hinterweiler mit zehn, in Immerath mit 20, in Mehren mit 34, in Nerdlen mit 14 und in Üdersdorf mit 14 Baustellen. Im vergangenen Jahr wurden von der VG Daun 53 Baugenehmigungen für Wohngebäude (Neubauten) erteilt. 1996 (vor dem Wegfall der Eigenheimzulage) waren es 125.