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Stadt legt bei Ausgaben Pause ein

Stadt legt bei Ausgaben Pause ein

Unter dem Motto "Mehr verwalten denn gestalten" steht der Etat der Stadt Hillesheim für 2016. Nach den Großprojekten in diesem Jahr (Generalsanierung Markthalle, Ausbau der Straße Am Viehmarkt) sind konkret keine gravierenden Investitionen vorgesehen. Der Etat weist zudem eine Lücke von 165 000 Euro auf.

 Wenn noch etwas Geld übrig ist, soll 2016 die marode Freilichtbühne (rechts) vor der Stadtmauer erneuert werden.
Wenn noch etwas Geld übrig ist, soll 2016 die marode Freilichtbühne (rechts) vor der Stadtmauer erneuert werden. Foto: (e_gero )

Hillesheim. "Das wird ein absoluter Sparhaushalt - ohne nennenswerte Investitionen", sagt Hillesheims Stadtbürgermeister Matthias Stein (CDU) im Vorfeld der Jahresabschlusssitzung des Hillesheimer Stadtrats am heutigen Mittwoch. Das sei nach den massiven Investitionen in diesem Jahr aber auch in Ordnung.
Damit meint Stein den Ausbau der Straße am Viehmarkt für rund 325 000 Euro sowie die Generalsanierung der Viehmarkthalle. Die kostet bekanntlich gut eine Million Euro - 300 000 Euro mehr als veranschlagt (der TV berichtete mehrmals). "2015 waren wir viel in den Schlagzeilen, 2016 wird das eher nicht der Fall sein", prognostiziert Stein, der zudem darauf hofft, dass die Stadt aus dem Investitionsprogramm 3.0 des Kreises Zuschüsse erhält. Einige Maßnahmen seien angemeldet worden: der Ausbau samt Dämmung des Untergeschosses der Markthalle und ein neues Tor mit Wärmedämmung sowie eine neue Freilichtbühne an der Stadtmauer.
Falls es Zusagen gebe und ein Eigenanteil dafür aufzubringen sei oder aber noch unvorhergesehene Ausgaben anstünden, würde dies über einen Nachtragshaushalt finanziert.
Als erstes denkt der Stadtbürgermeister dabei laut an eine Erweiterung der Neubaugebiets "An den vier Bäumen", da die Grundstücke im ersten Abschnitt wie warme Semmeln weggegangen sind "und wir nur noch fünf Grundstücke haben".
Und das, obwohl das Areal nah an den großen Lava- und Basaltgruben "Vor Kyller Höhe" liegt. Stein sagt dazu: "Wir führen gute Gespräche mit den Grubenbetreibern und werden auf der Hut sein, dass die Bürger im Neubaugebiet durch den Gesteinsabbau nicht beeinträchtigt werden."
Ansonsten wird im kommenden Jahr mit 940 000 Euro an Gewerbesteuereinnahmen und einer Etat-Lücke von 165 000 Euro gerechnet.
Vor dem Hintergrund, dass in diesem Jahr 1,4 Millionen Gewerbesteuer eingenommen wurden, ist ein Haushaltsausgleich nach Ansicht des Stadtbürgermeisters aber auch nicht ausgeschlossen.