Infrastruktur: Stadt packt bröckelnde Mauer endlich an

Infrastruktur : Stadt packt bröckelnde Mauer endlich an

Auschuss empfiehlt, illegale , aber geduldete Terrasse zurückbauen und dann das eigentliche Bauwerk sanieren zu lassen.  

Der Bauausschuss der Stadt Hillesheim hat das bereits seit Jahren bestehende Problem der bröckelnden und sich neigenden Mauer an der B 421 angepackt. Per einstimmigem Beschluss sprach er sich dafür aus, die am oberen Ende der Böschung teilweise auf städtischem Grund errichtete Terrasse samt Stützmauer zurückbauen zu lassen.   Eine gleichlautende Empfehlung geht nun an den Stadtrat, der letztlich zu entscheiden hat.

Über die Jahre ist die Mauer bereits um 20 Zentimeter nach vorne gewandert, zudem lösen sich regelmäßig kleinere und größere Steine sowie Fugenmaterial aus der Wand und fallen auf Bürgersteig oder Bundesstraße. Eine akute Gefährdung für Passanten sieht der Bauausschuss aber nicht, daher wird auch der Bürgersteig bis auf weiteres nicht gesperrt. Vielmehr wird es als deutlich gefährlicher angesehen, die Fußgänger die Straßenseite der viel befahrenen B 421 wechseln zu lassen.

Mit dem Anwohner ist laut Erstem Beigeordneten Gerald Schmitz (CDU), der für Bauangelegenheiten in der Stadt zuständig ist, bereits gesprochen worden. Bezüglich der Kostenaufteilung für den Rückbau soll laut Schmitz eine einvernehmliche Regelung getroffen werden. Er sagte: „Wir lassen den Anwohner nicht im Regen stehen, sondern beteiligen uns von Seiten der Stadt an den Kosten.“ Eine genaue Regelung sei noch nicht getroffen worden.

Der Rückbau der Terrasse, die vor vielen Jahren noch in der Amtszeit von Stadtbürgermeister Hank offenbar geduldet worden war, ist Voraussetzung dafür, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) für die eigentliche Sanierung der unteren Mauer an der Bundesstraße einem Zuschuss gewährt. Denn, so erklärte es Bauingenieur Jürgen Mathar von der Verbandsgemeindeverwaltung Gerolstein: „Die zusätzliche Last durch die Terrasse und deren Stützmauer ist dafür verantwortlich, dass die untere Mauer in Mitleidenschaft gezogen wird. Sie hat dadurch etwa die doppelte Last zu tragen.“ Und erst wenn diese Last beseitigt sei, mache es Sinn, die Mauersanierung in Angriff zu nehmen. Diese soll nach einem bereits 2018 erstellten Konzept rund 70 000 Euro kosten, 45 000 Euro Landesförderung sind laut Mathar in Aussicht gestellt worden.

Teilweise haben sich schon Steine aus der Mauer gelöst. Foto: TV/Mario Hübner
Die Mauer an der B 421 weist bereits einige Schäden auf. Foto: TV/Mario Hübner

Das Vorgehen skizziert er so: Zunächst müssten die Stadtarbeiter den Hang roden. Dann soll eine aktualisierte Kostenschätzung erstellt und bereits am 16. Oktober dem Stadtrat präsentiert werden. Desweiteren müsste das Projekt in den Etat 2020 eingestellt sowie Fördermittel beantragt werden. Im nächsten Jahr soll ich dann die Mauer saniert werden - nachdem zuvor bereits Terrasse und Stützmauer zurückgebaut worden sind.