Stadtbürgermeisterwahlen: Vierkampf in Gerolstein, Zweikampf in Hillesheim, Solo in Daun

Kommunalwahl : Vierkampf in Gerolstein, Solo in Daun

Bei den Bürgermeisterwahlen in Gerolstein und Hillesheim treten am 26. Mai mehrere Kandidaten an. Im Gegensatz zur Kreisstadt: Dort steht mit CDU-Kandidat Friedhelm Marder nur ein Name auf dem Wahlzettel.

„Nach 20 Jahren endlich wieder ein Stadtbürgermeister aus den eigenen Reihen“, lautet der Wunsch vieler Dauner Christdemokraten. Der dürfte in diesem Jahr mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in Erfüllung gehen, denn zur Wahl des Oberhaupts der Kreisstadt am 26. Mail tritt nur der Kandidat der CDU, Friedhelm Marder, an. Der 59-Jährige stammt aus Neroth und wohnt seit 35 Jahren in Daun.

Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne. Beruflich ist er für die Organisation des Teams von Haustechnikern zuständig, das die Schulen in Kreisträgerschaft in Daun betreut.

Nur ein Bewerber in der Kreisstadt? Das hat es seit Einführung der Direktwahl 1994 in Daun noch nicht gegeben, bislang waren mindestens zwei Kandidaten angetreten, vor fünf Jahren sogar drei.

Nun aber wird nur ein Name auf dem Wahlzettel stehen: der des 1. Beigeordneten Friedhelm Marder, der die Nachfolge von Martin Robrecht antreten will. Der seit 2014 amtierende Stadtbürgermeister hatte im Herbst 2017 verkündet, nicht noch einmal antreten zu wollen. Überschaubares Interesse am höchsten Amt der Kreisstadt – ganz im Gegensatz zu Gerolstein, wo es gleich vier Bewerber gibt.

2014 erstmals gewählt, strebt Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz (80) als CDU-Kandidat eine weitere Amtszeit an. Zu den Herausfordern gehört einer, der schon weiß, wie es sich anfühlt, Stadtbürgermeister von Gerolstein zu sein: Bernd May. Der 60-Jährige stand von 2010 bis 2014 an der Spitze der Stadt und will es als Einzelbewerber nun nochmal wissen. Die SPD schickt ihren Ortsvereinsvorsitzenden und schon seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik engagierten Uwe Schneider (50) ins Rennen.

Das Kandidatenquartett komplettiert  Gerlinde Blaumeiser (69), die mit der vor Kurzem gegründeten Unabhängigen Wählergemeinschaft Kylltal (UWG) als freie Kandidatin antritt. Die Unternehmerin und stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins Gerolstein ist seit 2017 Beigeordnete der Stadt Gerolstein.

Zu einem Duell kommt es auch in der dritten Stadt des Kreises Vulkaneifel: In Hillesheim treten Thomas Regnery (49), unterstützt von der SPD, und Gabriele Braun (52) als Einzelbewerberin an. Sie wollen die Nachfolge von Matthias Stein antreten, der seit 21 Jahren die Geschicke der Beispielstadt gelenkt hat und seit 45 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv war. Er hat sich vier Mal der Urwahl gestellt, nun aber – mit 76 – ist bald Schluss für „Mätti“.

„Konkurrenzlos“ stellt sich am 26. Mai – wie Friedhelm Marder in Daun – Willi Jonas in Kelberg zur Wahl. Der 58-Jährige steht seit 2007 an der Spitze der 2000-Einwohner-Gemeinde. Für Jonas allerdings kein neues Gefühl, denn schon bei den Wahlen 2007, 2009 und 2014 war er jeweils ohne Mitbewerber angetreten.

Tritt für die SPD in Gerolstein an: Uwe Schneider. Foto: TV/Fotostudio regnerybild.de
Neuen Anlauf aufs Stadtbürgermeisteramt nimmt Bernd May. Foto: TV/Mario Hübner
Einziger Kandidat in der Stadt Daun: Friedhelm Marder (CDU). Foto: TV/Dominik Scheid
Vierte Bewerberin in Gerolstein ist die Unternehmerin Gerlinde Blaumeiser. Foto: e_gero <e_gero@volksfreund.de>+SEP+e_gero <e_gero@volksfreund.de>
Will Stadtbürgermeister in Hillesheim werden: Thomas Regnery, Kandidat der SPD. Foto: TV/Mario Hübner
Stellt sich am 26. Mai als einziger Bewerber dem Votum der Wähler in Daun: der von der CDU nominierte Stadtbürgermeisterkandidat Friedhelm Marder. Foto: TV/Foto: Stephan Sartoris

Wer wird Nachfolger von Rainer Helfen als Ortsbürgermeister von Jünkerath? Der 66-Jährige hört nach 20 Jahre lang auf, aber wer übernimmt, wird bei der Wahl Ende Mai nicht geklärt, hat sich doch bis zum Ende der Bewerbungsfrist am Montag niemand gemeldet, der sich zur Wahl stellen will.

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