Stadtrat von Gerolstein vertagt Etat-Entscheidung

Investitionen : Stadtrat von Gerolstein vertagt Etat-Entscheidung

Nach Jahren des Überschusses klafft im Stadtsäckel Gerolsteins erstmals wieder ein großes Loch: Das ist Fakt. Ob es allerdings 2,2 Millionen Euro groß sein wird, wie im von der Verwaltung erarbeiteten Entwurf des 2019er-Etats vorgesehen, ist noch offen.

Denn die beiden großen Fraktionen im Stadtrat, CDU und SPD, haben in der jüngsten Stadtratssitzung eine Vertagung beschlossen. Nun soll im Haupt- und Finanzausschuss am 16. Mai darüber beraten werden, ob – und wenn ja, welche der 35 – Einzelinvestitionen gestrichen werden sollen, um so das Defizit zu reduzieren. Denn die Stadt muss dafür neue Kredite aufnehmen und würde sich so weiter verschulden – auf rund elf Millionen Euro. Bisher waren Investitionen von mehr als zwei Millionen Euro geplant. Vor allem in die Erneuerung von Straßen und Gehwegen. Dabei schlägt besonders der Ausbau der Gehwege entlang der L 26 im Stadtteil Müllenborn zu buche, mit 950 000 Euro. Das nennenswerteste Vorhaben darüber hinaus ist der zweite Abschnitt des Kyll-Umbaus, zwischen Hochbrücke und Postgebäude im Bereich des Bahnhofes, wo ähnlich wie im Kyllpark am Rathaus ein neuer Treff- und Anziehungspunkt entstehen soll. In einer darauffolgenden Sondersitzung des Stadtrates noch vor der Kommunalwahl am 26. Mai will der „alte“ Stadtrat dann das Zahlenwerk beschließen.

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