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Stahl- und Metallbau Nett in Kelberg führt Standorte zusammen

Kelberg/Meuspath : Stahl- und Metallbau Nett führt in Kelberg seine Standorte zusammen

2016 hat die am Nürburgring ansässige Stahl- und Metallbau-Firma Nett in Kelberg ein Beschichtungswerk gegründet. Nun zieht das Unternehmen um.

Nein, leicht gefallen sei ihnen die Entscheidung der Umsiedlung nicht, betont das Vater-Sohn-Geschäftsführer-Gespann Klaus und Sebastian Lauermann, als sie Bürgermeister Johannes Saxler (Verbandsgemeinde  Kelberg) und Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas (Ortsgemeinde Kelberg) einen Einblick in die auf Hochtouren laufenden Bauarbeiten geben. „Aber die Zusammenlegung der beiden Firmenteile ist wohl überlegt“, erklären sie.

Im Kelberger Industriegebiet „Auf der Struth“ hatte das seit 1884 bestehende Traditions-Unternehmen 2016 ein Beschichtungswerk eröffnet und dieses bereits im Jahr darauf erweitert. „Der Erfolg der Anlage überholte uns rasch“, sagt Christian Schmitz, der das Werk leitet, mit Blick darauf, dass innerhalb kurzer Zeit mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze wie ursprünglich geplant besetzt wurden.

Als Assistent der Geschäftsleitung nennt Daniel Daus die gute personelle und technische Entwicklung und beziffert die in den letzten Jahren eingefahrene Umsatzsteigerung mit 30 Prozent – „also ein voller Erfolg der Investition in Kelberg.“

Gleichzeitig sei bei der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern immer mehr der Wunsch entstanden, die beiden elf Kilometer auseinander liegenden Firmenteile zu verbinden. Im Gewerbegebiet Meuspath habe es für den Betrieb bereits vor fünf Jahren kein Grundstück gegeben, um dort das Beschichtungswerk zu errichten, erklärt Klaus Lauermann. In Kelberg hingegen sei nun sogar direkt nebenan noch Bauland verfügbar gewesen.

So entstehen nun in unmittelbarer Nähe des Beschichtungswerks eine 80 Meter lange und 25 Meter breite Produktionshalle mit Sozialräumen sowie ein zweigeschossiges Verwaltungsgebäude mit 450 Quadratmetern Bürofläche. „Auch betriebswirtschaftlich ein Schritt in die richtige Richtung“, meinen Klaus und Sebastian Lauermann. Fielen doch sehr viele Pendelfahrten zwischen den Standorten in Meuspath und Kelberg an, sei es mit eigenen Fahrzeugen oder auch von Lieferanten.

Als „unproduktive Stunden und Belastung für die Umwelt“, bezeichnen die Geschäftsführer diese Pendelfahrten. Zudem wird auf erneuerbare Energien gesetzt: Auf die neue Halle (und in einem zweiten Schritt auch auf das Dach des Beschichtungswerks) werden Photovoltaik-Module montiert, es wird Ladesäulen für E-Mobilität geben und mittels effizienter Wärmepumpen geheizt. Zur Verbesserung und Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze werden Bandsäge, Absauggeräte und Brückenkrane nach dem neuesten Stand der Technik angeschafft.

Die Fertigstellung des neuen Standorts ist für Herbst dieses Jahres geplant. „Wir freuen uns darauf, hier etwas für die Zukunft unserer Firma, aber auch für die Zukunft und Entwicklung der Ortsgemeinde Kelberg sowie des ländlichen Raums der Vulkaneifel zu schaffen“, erklären die Geschäftsführer. Und loben „die hervorragende Zusammenarbeit“ mit der VG und der OG Kelberg.

Das Projekt in Kelberg wird von der Europäischen Union und dem Land Rheinland-Pfalz aus dem Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Im Zusammenhang mit der Expansion sucht die Nett GmbH noch neue Mitarbeiter. Stellenanzeigen unter www.nett-metallbau.de/jobs