Steinzeitjäger an der Papenkaule auf der Pirsch

Steinzeitjäger an der Papenkaule auf der Pirsch

Wie haben die Menschen vor 20 000 Jahren gelebt? Einen Tag lang haben elf Jungs und zwei Mädchen das im Rahmen der Gerolsteiner Erlebnisferien ausprobiert.

Gerolstein. Die Jungs haben sich hinter Bäumen versteckt. "Da kommt das Mammut!", ruft einer und alle stürmen los, die selbst gebastelten Speere hoch erhoben. In ihrer Fantasie sind sie im Land der Steinzeitmenschen. 13 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren haben einen Tag lang das Leben in der Steinzeit geprobt.
Nach ein wenig Theorie im Naturkundemuseum wurde die Grillhütte an der Papenkaule zum Basislager. Hubertus Hilgers von der "Wildnisschule Vera Schröder" in Dahlem versetzte die Kinder in die Steinzeit. Er zeigte ihnen, wie man mit scharfen Steinmessern umgeht oder ein Lagerfeuer ohne Feuerzeug zum Brennen bringt. "Dazu braucht man Pyrit, Zunderstein und Zunderschwamm", erklärte Hilgers.
Aus Mehl, Wasser und Salz kneteten die Teilnehmer den Teig für das Stockbrot und backten es anschließend auf den selbst geschnitzten Speeren über dem Feuer. Weil die Menschen der Steinzeit überwiegend von der Jagd lebten, gehörte auch der richtige Umgang mit Speeren oder Bogenschießen zum Programm. "Von der Steinzeit kann man viel lernen", erklärte Nico (12) aus Leudersdorf. Jonas Blum aus Heyroth hat das selbst gebackene Stockbrot geschmeckt und er kann sich gut vorstellen, wie die Menschen in der Steinzeit "ohne Grill"gelebt haben.
Auch die zehnjährige Lara Meyer aus Dreis-Brück fand die Aktion "total spannend und das hat viel Spaß gemacht." Die Führung im Museum hat Vera Meyer (10) aus Berlingen besonders gefallen und "wie die damals Feuer gemacht haben." Für die Fantasie der Kinder war der Steinzeit-Tag offensichtlich anregend. Und wer sich selbst als steinzeitlicher Jäger sieht, dem schmeckt die "Mammut-Wurst" vom Grill gleich doppelt. AIX