Steuerzahler sollen verschont bleiben

Steuerzahler sollen verschont bleiben

Frühestens nach Karneval wird entschieden, ob für die pleite gegangene Firma Aqua Spa, die poröse Schläuche für unterirdische Bewässerungssysteme hergestellt und weltweit verkauft hat, ein Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Daun/Birresborn. (mh) Auch jetzt kann der Dauner Rechtsanwalt Hans-Albrecht Brauer noch nicht sagen, ob ein Insolvenzverfahren über die Firma Aqua Spa eröffnet wird.

Er ist der vom Gericht bestellt Insolvenz-Gutachter in dieser Sache. Nach seiner Auskunft ist "frühestens nach Karneval" mit einer diesbezüglichen Entscheidung zu rechnen.

Zu der erneuten Verzögerung kommt es dadurch, dass dem Rechtsanwalt "nochmals glaubhaft bestätigt wurde, dass ein Interessent den Namen der Firma Aqua Spa kaufen will". Es ist der gleiche Interessent, der bereits vor einigen Wochen sein Interesse bekundet hatte. Brauer fügte allerdings auch hinzu: "Der Betrag wäre aber noch auszuhandeln."

Es muss aber genügend Geld sein, um zumindest die Kosten des Insolvenzverfahrens decken zu können, damit dafür nicht auch noch der Steuerzahler aufkommen muss. Hans-Albrecht Brauer hat nach eigenem Bekunden nun dem Gericht, das ihn zum Insolvenz-Gutachter bestellt hat, die Interessens-Bekundung zugeschickt, damit entschieden wird, wie in der Sache weiter verfahren wird.

Aufgabe von Brauer war es, die pleite gegangene Firma zu durchleuchten und festzustellen, welche Werte es noch in der Firma gibt. Dieser Bericht ist seit einigen Wochen fertig gestellt, wird wegen der neuen Wendung aber noch zurückgehalten.

Ergebnis: Mangels Masse sollte kein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Begründung für sein Fazit: Die Produktionshalle in Birresborn war nur angemietet gewesen, und das vermeintlich größte Kapital - die Maschinen zur Herstellung der porösen Bewässerungsschläuche - waren lediglich geleast.

Die Firma Aqua Spa hatte im Juni vergangenen Jahres seinen 15 Mitarbeitern gekündigt, nachdem die Kreisverwaltung die Produktion untersagt und das Gebäude versiegelt hatte. Vorangegangen waren mehrere Termine und Mahnungen wegen nicht erfüllter Brandschutzauflagen über Monate. Im Spätherbst dann der Insolvenzantrag.

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