Stippvisiten im Paradies
Geschäftsführerin Gisela Bick und Ortsbürgermeister Josef Krein haben den Grundstein für die Wellness-Anlage "DaySpa 4Elemente" gelegt. Bis zur geplanten Eröffnung im März 2009 werden 1,7 Millionen Euro investiert, und es sollen zehn Arbeitsplätze geschaffen werden.
Welcherath. Unter Nürburgring-Kennern ist die unmittelbar an der berühmten Eifeler Rennstrecke gelegene Gemeinde Welcherath (VG Kelberg) ein Begriff, aber noch nicht als "Wohlfühl-Paradies". Das soll sich nach dem Willen von Gisela Bick ändern. "Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist", zitierte sie den französischen Dichter Victor Hugo als Motto bei der Grundsteinlegung für die Wellness-Anlage "DaySpa 4Elemente".
Lebenslanger Traum: ein kleines Hotel
Die Kauffrau war viele Jahre in Marketing und Vertrieb beruflich tätig. Ihr Traum war immer ein kleines Hotel auf dem Land, aber nun wird es eine Wellness-Anlage. Denn Gisela Bick hat den Markt genau untersucht und festgestellt, dass ihr jetziges Projekt zukunftsträchtig sei. Bei der Grundsteinlegung berichtete sie von eigenen und an anderen beobachteten Zeichen und Spuren von Nervosität, Abgeschlagenheit und Gereiztheit.
Zeitmangel wurde als häufigstes Hindernis genannt, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. "Das wird sich mit meinem Wellness-Paradies ändern", kündigte sie an und stellte gemeinsam mit Architekt H. Georg Kauth (Ahrbrück/Kreis Ahrweiler) und der Konzeptbegleiterin Monika Bröhl-Dillenburg (Köln) das Ergebnis der zweijährigen Planungsphase vor.
Am Rand der 120-Einwohner-Gemeinde Welcherath entsteht die Wellnessanlage. Die Versorgung erfolgt laut Planern mit nahezu emissionsfreien Energieträgern. Gebaut und ausgestattet wird das Zentrum überwiegend mit regionalen Firmen. Die Besonderheit der Einrichtung liege in dem Tagesangebot aus Wellness, Behandlungen und Sauna, erklärte Gisela Bick. Übernachtungsmöglichkeiten biete ihre Einrichtung nicht; für weiter gereiste Gäste seien Arrangements mit Hotels und Pensionen vorgesehen.
Gisela Bick flüchtete 1957 aus der DDR, wohnte später in Gummersbach, bevor sie vor elf Jahren nach Welcherath kam. Dort investiert sie nun 1,7 Millionen Euro und will zehn neue Arbeitsplätze schaffen. Gefragt, woher sie die Courage nehme für eine solche Investition, antwortete Gisela Blick: "Mein Mut kommt daher, dass ich an meine Vision glaube."
Als Bereicherung für seine Gemeinde und für die Region bezeichnete Ortsbürgermeister Josef Krein das Wellness-Zen-trum, und Karl Häfner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kelberg, wünschte der Geschäftsführerin eine gute Frequentierung und viel wirtschaftlichen Erfolg.